Schimmer, Arne

Von Christoph Schulze

Arne Schimmer (geb. 1973) ist als Pressesprecher der Dresdener NPD-Landtagsfraktion in Sachsen hauptberuflich für die Neonazipartei tätig. Nebenher betätigt sich der Diplom-Ökonom auch an etlichen Debatten innerhalb der extremen Rechten - vor allem zu wirtschaftspolitischen Fragen publiziert er in verschiedenen Szeneblättern.

Schimmer seit dem Jahr 2000 Mitarbeiter der NPD-Parteizeitung "Deutsche Stimme". Er gehört zudem zur Redaktion der Zeitschrift "Hier & Jetzt", dem Theorieblatt der "Jungen Nationaldemokraten", der Jugendorganisation der NPD. Auch für die neurechte Wochenzeitung Junge Freiheit schrieb Schimmer Beiträge, ebenso in den mittlerweile eingestellten "Staatsbriefen" von Hans-Dietrich Sander sowie für das "nationalrevolutionäre" Magazin "Wir selbst". Er beteiligte sich publizistisch an den rechtsextremen Versuchen, die 1968er-Bewegung völkisch umzuinterpretieren. So lobte er in einem Beitrag in der "Deutschen Stimme" 2002, dass Rudi Dutschke ein "nationaler Revolutionär" gewesen sei und meinte, "manche inhaltliche Parallelen" zwischen damaliger Apo und heutiger NPD ausmachen zu können.

Schimmer, Jahrgang 1973, ist spätestens seit seinen Studientagen in die rechtsextreme Szenerie eingebunden. So gehörte er während seines Studiums der Volkswirtschaftslehre in Gießen zur Burschenschaft Dresdensia-Rugia, aus deren Reihen sich auch etliche weitere heutige NPD-Funktionäre rekrutieren - beispielsweise der heutige NPD-Abgeordnete in Sachsen, Jürgen Gansel. Von 1998 bis 2000 war er Mitglied im Bundesvorstand der NPD-Studierendenorganisation "Nationaldemokratischer Hochschulbund". Seit Herbst 2004 arbeitet Schimmer als parlamentarischer Berater der NPD-Fraktion in Sachsen, später auch als Pressesprecher. Seit Juni 2005 ist er Berater der Fraktion für den Untersuchungsausschuss des Landtags zur Sächsischen Landesbank.

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