Frage

Ist Islamophobie der neue Antisemitismus Europas?

Bild von NichtDieMama

Mit zunehmender Sorge beobachte ich seit einiger Zeit Antiislamische (nicht Antiislamistische) Tendenzen auf diversen Internetseiten und in diversen politischen Gruppierungen - Europaweit.

Die Presse berichtet z.B. von "Hetze wie in den 30ern"
http://www.dolomiten.it/nachrichten/artikel.a...
und selbst in einschlägigen Neonazi-Foren wurde die Anbiederung an Islamisten aufgegeben, stattdessen wird Panik vor einer "Islamisierung Europas" geschürt. In den Niederlanden werden Filme produziert, welche gezielt Angst vor einheimischen Moslems schüren sollen, usw.

Pro-Köln bzw. Pro-NRW, welche sich auf den "Kampf gegen Moscheen" spezialisierten, und welchen bereits Beziehungen zu den Republikanern und zur NPD nachgewiesen wurden, bereiten sich bereits auf die kommenden Kommunalwahlen vor.

Kann man evtl. sogar davon sprechen, dass klassische antisemitische Denkmuster einfach auf den Islam übertragen werden, um eine gesellschaftsweite Islamfeindlichkeit zu kreieren, und dass es eben diese Strömungen sind, welche mit "Der Rechtsextremismus ist in der Mitte angekommen" gemeint sind?

Leser-Kommentare ()

  1. Bild von Friedrich Herberg

    Wenn die Ablehnung des Islam darauf basiert, dass wesentliche Inhalte und Gebote im Widerspruch zum Grundgesetz stehen (Religionsfreiheit, Unantastbarkeit der Würde des Menschen, Gleichberechtigung von Mann und Frau), dann ist diese grundgesetzkonform. Im Gegensatz dazu basiert der Antisemitismus auf Ressentiments und üblen Vorurteilen, die durch keine Fakten belegbar sind.

  2. Bild von Chien Sibelois

    Die Leute haben schlicht Angst vor dem Islam.
    Liebe/r Chien Sibelois, ein Teil Ihres Beitrags wurde editiert, da er off-topic war. Bitte bleiben Sie beim Thema.// Moderator_VR

  3. Bild von Herzdoktor

    Dieses Thema würde ich sehr sensibel behandeln. Wenn wir von Islam sprechen, wissen wir eigentlich nicht wovon wir sprechen. Ich glaube, es gibt ein feiner Unterschied zu dem Antisemitismus. Antisemitismus bedeutet Feindlichkeit und Verbreitung der Vorurteile gegen Juden unabhängig von den individuellen Merkmalen und Prägungen. Zum Beispiel, Walter Rathenau war ein deutscher Patriot, aber für die Antisemiten war er Saujude, die deutschen Soldaten jüdischer Herkunft, die im 1. Weltkrieg für Deutschland gekämpft haben, waren für Nazi auch die Saujuden. Aber ich glaube, niemand kommt auf die Idee die Nesla Kelek zu Islamisten zuzuordnen. Wir müssen 2 Sachverhalten ganz klar sehen können. Eines ist, wenn alle Menschen die eine moslemische Herkunft haben, unter Generalverdacht genommen werden, was absolut nicht akzeptabel ist, und ganz anderes ist, wenn wir die Praktiken ablehnen, die mit unseren Werten nicht vereinbar sind. Ich meine, ein der wichtigsten unseren Werten ist die individuelle Freiheit. Und alles was individuelle Freiheit ablehnt, ist von uns abzulehnen. Ein von unseren höchsten Werten ist dass über Partnerschaft von 2 Menschen nur diese 2. das Recht zu entscheiden haben, und der Staat schütz dieses Recht wenn auch die Religionsfreiheit dadurch teilweise eingeschränkt wird. Ich versuche das aus meiner jüdischer Sicht zu erklären. Bevor es zu Auschwitz kam, wurden die Juden in 3. Reich diskriminiert, zum Beispiel sie dürften die Schwimmbäder besuchen, jetzt dürfen die moslemischen Mädchen die Schwimmbäder nicht besuchen, und nicht wegen des deutschen Staates, sondern wegen eigenen Eltern oder Gemeinde. Das heißt, in beiden Fällen wird persönliches Recht verletzt. Ich versuche noch weiter auszuführen, im 3. Reich wurden die Eheschließungen zwischen Arien und nicht Arien verboten. Aber nach Scharia dürfen die Frauen nur Moslems heiraten, wir kennen mehr als genug Fälle von Ehrenmord. Im orthodoxen Jüdentum sind die interkonfessionalen Ehen auch verboten, aber größter Teil von Juden ist säkular und folgt diese Regel eigentlich nicht, so das kulturell sind die Juden eigentlich Europäer. (...) Was aber absolut nicht zulässig ist, dass in jedem der Ali heißt ein Ahmadinjihad , Osama Bin Laden oder ein potentialer Ehrenmörder vermutet wird. Deshalb, allerwichtigste was wir machen müssen, unsere Mitbürger kulturell entghettosieren. Mit einer vernünftiger Politik wird das gelingen.
    Liebe/r Herzdoktor, ein Teil Ihres Beitrags wurde editiert, da er off-topic war. Die Frage dieses Threads ist nicht, wie der Islam oder Muslime zu bewerten sind, sondern ob heute antisemitische Denkmuster auf den Islam übertragen werden. // Moderator_VR

  4. Bild von Ensiferum

    Das ist ein schwieriges Thema. Einerseits kann ich Friedrich-Herbergs Aussage wohl zustimmen, dass der Islam in der Form nicht dem Grundgesetz entspricht, aber wenn man sich die christliche Religion anschaut, merkt man, das es auch hier Konfliktpunkte mit dem Grundgesetz gibt. Es wird ja oft kritisiert wie Gewaltverherlichend der Koran ist, doch auch die Bibel predigt Völkermord, Rassismus, Judenfeindschaft, grausame Hinrichtungen von Ehebrechern und Homosexuellen, die Ermordung der eigenen Kinder und viele andere Perversitäten.
    siehe hier:
    http://www.theologe.de/altes_testament.htm

    und hier:
    Quellen: http://www.das-weisse-pferd.com/de/main/dwp/0...

    Was ich damit sagen will, ist das die christliche Religion nicht zwingend die "bessere" Religion ist und wir uns nicht das Recht herausnehmen dürften den Islam ím Grunde zu kritisieren.

    Meine Meinung ist, das der Islam von Natur aus nicht "schlechter" als das Christemtum ist, aber ich denke, das der Islam vielleicht zu radikal, konservativ und verbort gelebt wird, teils mit sehr viel schlimmeren Auswirkungen (Selbstmordattentate, Unterdrückung der Frauen etc.) als im Christentum.

    Zum Thema:

    Ich stimme dem Threadersteller zu.
    Die "Islamisierung Europas" ist Populismus in Reinkultur. Kaum einer hat etwas dagegen wenn eine Synagoge oder eine Kirche gebaut wird. Aber wegen einer Moschee wird groß Tam-Tam gemacht.
    In einer Diskussion in der Schule wurde ich gefragt ob ich den von einem Muhazin (wie heissen die Leute nochmal die zum Gebet aufrufen???) geweckt werden möchte?
    Ich persönlich finde es genau so nervig von Kirchenglocken geweckt zu werden.

  5. Bild von Herzdoktor

    Ensiferu, es geht nicht um die Religion als solche, sondern über heutigen gesellschaftlichen Wert in unserer Gesellschaft, welche nicht durch Inquisition, Kreuzzüge etc sondern durch Aufklärung und Liberalismus geprägt wird. Auch Judentum ist ursprünglich keine tolerante Religion, aber es hat Moses Mendelson gegeben. Es gibt auch liberale Strömungen in Islam, die Alleviten und die Ismaeliten, es gibt auch islamische Intellektuelle die versuchen Islam zu modernisieren, das ist alles wahr. Aber die sind leider in Minderheit, desweiteren viele von unseren Mitbürger werden genau durch Fundamentalisten instrumentalisiert. Warum es so ist, da sind unsere Nationalkonservativen und rechte Ressentiments zu verantworten. Man muss folgendes verstehen, unseres westliches Lebensstil ist attraktiv und beneidenswert, aber für viele, ich rede nicht von Menschen in moslemischen Länder, für die ist unseres leben nicht bekannt, ich rede von unseren moslemischen Mitbürger der 2. Generation, sie sind hier geboren, aber relativ früh sehen sie dass sie trotz Geburt nicht dazugehören, welche Reaktion ruft es hervor???? Ich glaube das ist klar. Als Kinder, sind wir noch keine Deutschen, Türken, Russen, Christen, Juden, Moslems- wir sind einfach Kinder, die geliebt, gespielt, beschenkt werden wollen, und da geht es lös. Alle Kinder der Welt wollen genau so leben, wie Kinder der europäischen und nordamerikanischen Mittelschicht. Alle Kinder der Welt wollen Geschenke zum Nikolaus, tanzen am Tannenbaum, schwimmen im Schwimmbad. Und wenn der Staat dazu sorgen wird, dass jedes in Deutschland geborenes Kind dazugehört, dass er sehr schnell vermittelt bekommt, dass er ERST ein DEUTSCHE ist, und Türkische, Arabische, Russische, Afrikanische etc- Herkunft seiner Eltern schlicht ein für seine Zukunft irrelevanter Zufall ist und nur seine Leistungen und soziale Kompetenz zählen, dann lösen wir das Problem, sonst wird es schwieriger. Das bedeutet keines Falls eine Assimilation oder Aufgabe der Identität, sondern kulturelle Anpassung, welche diesem Kind das Leben erleichtert und der Gesellschaft die Kulturkämpfe erspart.

  6. Bild von Torak

    Die Islamphobie ist begründet auf Ehrenmorde von Islamisten, Christenhass und Parallelgesellschaften. Völlig verschiedene Kulturen können nicht zusammen auf engsten Raum existieren. Das Christentum wird immer weiter zurück gedrängt werden. Davor haben verständlicherweise viele Leute Angst.

  7. Bild von Friedrich Herberg

    @ Ensiferum

    Wenn Sie von der Bibel sprechen, müssen Sie aber zwischen dem Alten Testament (AT) und dem Neuen Testament (NT) unterscheiden. Das Christentum basiert auf dem NT, wobei die Religion, der das jüdische Volk, das Christus hervorgebracht hat, verpflichtet ist, auf dem AT basiert.

    Selbstverständlich gab es auch Verbrechen im Namen des Christentums, aber heute werden diese von allen ernstzunehmenden Vertretern des Christentums abgelehnt.

    Die Aufklärung, auf der die Menschenrechte basieren, ist ein Resultat des christlichen Menschenbildes.

  8. Bild von Anti-Extremist

    Antisemitische Denkmuster... sind zunächst mal eines: Feindbilder und deren Auswüchse. Und Feindbilder sind doch wohl nicht an Völker gebunden. Wie 'niveauvoll' sind denn die so gemachten Aussagen, wie realistisch und wie viel Vernunft verbirgt sich dahinter? Auf jeden Fall sind sie nicht sooo spezifisch, dass sie sich nicht - unter Modifikation - auf jede X-beliebige Gruppe von Menschen übertragen lließen... und warum nicht auch auf Moslems? Es ist durchaus nicht abwegig in zahlreichen Aussagen eine Polarisierung gegen den Islam herauszudeuten (zum Teil ist das auch ohne Interpretation möglich). Aber auch hier - wie in einem anderen Thema - habe ich einen Einwurf: Warum kann eigentlich kaum jemand hier einmal emotionslos alle Seiten einer Problematik mit zumindest ähnlicher Gewichtung stehenlassen und auch zur Sprache bringen?
    Natürlich wird gegen den Islam gehetzt (Konsequenzen aus vielen Ereignissen, die hier nicht aufgezählt werden müssen und können). Und hier nun Islam und islamistisch zu trennen..., trennt Ihr auch alle national, nationalistisch, nationalsozialistisch? Es ist schon richtig, Unterschiede gibt es. Aber solange die einzelnen von uns hier unterschiedenen Gruppen sich nicht deutlich erkennbar (und überprüfbar!) untereinander und voneinander distanzieren und abgrenzen, kann, will und werde ich das ebenso wenig tun (unabhängig davon, wo der Ursprung dieser Gruppen liegt!). Nirgendwo gibt es perfekte Menschen, infolgedessen sind wir gehalten, nicht mit Unsinnigkeiten die Schwächen weiter zu fördern/anzustacheln. Und dies gilt für ALLE, alle Völker, alle 'Religionen' und auch für alle Diskussions-Teilnehmer hier. Lasst andere stehen und beleuchtet jedes Ding von verschiedenen Seiten - es kann nicht von Nachteil sein!

  9. Bild von simpsipimsi

    @Torak

    Du hast vollkommen recht. Islamophobie?! Ich sage nur Ehrenmorde, Burka, Morddrohungen gegen Islamkritiker etc.

    Dem Islam fehlt es an einem geistigen Reformer, wie es Martin Luther bei den Christen war.

  10. Bild von tobiasrueger

    Lieber Ensiferum, von der Bibel versteht Du zu wenig, sie 'predigt' gar nichts, sie ist eine Zusammenstellung von Geschichten und Gelichnissen. Die teils brutalen, aus heutiger Sicht unakzeptalen, Standpunkte im Alten Testament werden durch das neue Testament überwölbt -erst in diesem Spannungsverhältnis verortet sich das christliche Menschenbild. Der Unterschied zum Qur'an, der zwar teils aus den gleichen Quellen schöpft, jedoch nach gängigem islamischen verständniss als unverhandelbares Gotteswort verstanden wird ist daher unübersehbar. Du musst also genauer hinschaun.
    Deine Behauptung Christentum und Islam sei irgendwie das gleiche, ist daher itellektuell viel zu ungenau, um die Problematik treffend einzukreisen.
    Kritik an islamischen Gesellschaftskonzepten wird von linken Politiker oft durch angeblichen Rassimus erklärt (Wie z.B. vom grünen Integrationsdezernenten Diallo im Streit um eine Moscheebauvorhaben in Frankfurt-Hausen geschehn). Der Islam ist aber keine Rasse, er ist ein Gesellschaftsentwurf. Daher verbieten sich Vergleiche zwischen Kritik an der Ausbreitung des Islam und den 'rassisch' begründeten NS-Verbrechen.
    Im übrigen stellt der Islamismus für Juden in Deutschland mittlerweile eine weitaus größere Bedrohung als der Neonazismus dar. Auch aus diesem Grund ist die Frage 'Ist Islamophobie der neue Antisemitismus Europas?' unredlich.

  11. Bild von DerAndere

    Anti-Extremist, die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus ist aber von entscheidender Bedeutung! Schließlich wird dadurch zwischen "Normal-Gläubigen" und Fundamentalisten differenziert. Wenn man jetzt aber einwendet, das sei das Gleiche, dann gibt man sich dadurch als anti-islamisch Denkender zu erkennen. Schließlich schreibt man dann ALLEN Muslimen das zu, wofür lediglich EINIGE stehen, nämlich Terrorismus, Frauenverachtung, etc. Genauso wenig sollte man allen Christen unterstellen, sie stünden für den selbsttitulierten "Kreuzzug" G.W. Bushs, oder für die Bestrafung der Ungläubigen am jüngsten Tage! Viele Christen mögen den "Krieg gegen den Terror" in dieser Form völlig ablehnen und einen menschenbejahenden Glauben leben.
    Die Frage, die man sich stellen sollte ist die: Was ist an Moslems (besonders an denen, die in Deutschland leben) so Schlimmes außer dem, dass sie anders sind?
    Die einzige Antwort, die ich persönlich darauf geben kann, ist die Aggressivität vieler türkischer und arabischer Jugendlicher. Davor habe ich Angst. Doch ist diese Angst ein guter Ratgeber? Wohl kaum! Angst ist subjektiv und führt stets zu falschen Einschätzungen der Realität. Vielmehr hat natürlich herzdoktor Recht, wenn er von der nötigen Integration spricht, deren Fehlen der wahre Kern des Problems ist.
    Abschließend möchte ich noch an eines erinnern: Die muslimische Welt ist geprägt von ihren Erfahrungen mit westlichem Imperialismus. Der Westen demütigte, beutete aus, versklavte und töte. Diese Grausamkeiten sind für uns irrelevant aber für den Umgang zwischen Muslimen und Westlern stellen sie einen Schlüssel zum Verständnis gegenseitiger Ressentiments dar.

    @Friedrich-Herberg
    Die Aufklärung ist ein Prozess gegen das Christentum. Das Christentum hat sich lediglich mit ihr zu arrangieren verstanden. Ebenso muss es sich mit dem Islam verhalten. Er muss aufklärerische Werte in sich aufnehmen und sich dadurch weiterentwickeln.

    MfG
    DerAndere

  12. Bild von tobiasrueger

    Lieber Der Andere,

    Deine Behauptung 'Die muslimische Welt ist geprägt von ihren Erfahrungen mit westlichem Imperialismus. Der Westen demütigte, beutete aus, versklavte und töte.' ist historisch unzutreffend, weil zu einseitig.
    Syrien, Ägypten, Kleinasien, das waren alles christliche Länder, die von islamischen Herrschern überfallen und kolonisiert worden sind. Auch Spanien, Griechenland, der Balkan also Gebiete, die die islamische Herschaft wieder abgeworfen haben und mehr oder minder erfolgreiche Dekolonisationsprozesse durchlaufen haben, müssen erwähnt werden.
    Man kann also nicht von einer einseitigen Aggression 'des Christentums' gegen 'den Islam' sprechen.
    Halbinformationen wie diese, tauchen im Diskurs immer wieder auf, sind aber naturgemäß nicht ausreichend um ein umfassendes Verständnis der Spannungen zwischen Westen und islamisch geprägten Ländern zu begründen.

  13. Bild von pinetop

    Vor über fünf Jahrzehnten hat Hannah Arendt Nationalsozialismus und Kommunismus unter dem Gesichtspunkt des Totalitarismus einer vergleichenden Analyse unterzogen. Es scheint mir an der Zeit, den Islam einer ideologiekritischen Analyse zu unterziehen. Nach eigenen und immer wiederkehrenden Aussagen versteht sich der Islam als allumfassend, was nach meinem Verständnis ein anderes Wort für totalitär ist.
    Es fällt auf, dass politische und religiöse Heilslehren und Herrschaftsformen bestimmte Menschengruppen in gut (die erhalten einen Lohn) und böse (die müssen vernichtet werden) einteilen.
    Der Nationalsozialismus teilte die Menschheit in verschiedene Rassen ein, von den Germanen bis zu den der Vernichtung anheim fallenden Juden.
    Der Kommunismus feierte den seine Ketten sprengenden Proletarier und forderte die Vernichtung der Großkapitalisten und alle, die er dafür hielt.
    Der Islam ist keineswegs menschenfreundlicher. Nur der gläubige Moslem gilt als vollwertiger Mensch. Schriftbesitzer (= Juden und Christen) dürfen als Bürger zweiter Klasse am Leben bleiben. Polytheisten, Atheisten und Glaubensabtrünnige sind zwingend mit dem Tod zu bestrafen.
    Dies ist nicht die Auffassung islamistischer Außenseiter; dies ist elementar für den Islam.
    1944 erklärten Horkheimer und Adorno eine bürgerliche Aufklärung für überholt und zukünftig für unmöglich. Sie haben sich geirrt. Angesichts der Tatsache, dass der dritte Totalitarismus vor der Tür steht, wird kritisch-rationale Aufklärung dringend benötigt.

  14. Bild von Moderator_JK

    Bitte bleiben Sie beim Thema. Es geht hier nicht um eine Bewertung des Islam, sondern um die Frage ob Islamophobie den neuen Antisemitismus in Europa darstellt.
    Vielen Dank
    Moderator_JK

  15. Bild von NichtDieMama

    Wie eingangs erwähnt unterscheide ich entschieden zwischen dem Islam und dem Islamismus, denn es gibt schließlich auch diejenigen, welche sich an Islamische Traditionen halten, aber dennoch mit beiden Beinen auf dem Boden des Grundgesetzes stehen. Diese stellen die Mehrheit der Muslime in Europa.

    Sicher gibt es auch diejenigen, die ihre Religion über dem Grundgesetz sehen. Derartige Strömungen werden auch gebührend in den Verfassungsschutzberichten erwähnt. In anderen Ländern(z.B. Iran) mögen derartige Menschen angesehen sein. Ist es aber nicht auch so, dass antiislamische Populisten mit dem einen Auge eben auf diese anderen Länder schielen, während sie von "den Moslems" in Deutschland oder Europa reden - also unzulässige Assoziationen herstellen?

    Analog dazu gibt es in Europa auch Antisemiten(auch arabischstämmige), welche z.B. auf die Mauer in Palestina schielen, wenn sie von "den Juden" in Deutschland und Europa sprechen. Ich sehe da schon sehr viele Gemeinsamkeiten.

    Es ist doch so, dass bestimmte Personen und Personengruppen friedliebende Moslems mit Schwerverbrechern(auch mit denjenigen, die am anderen Ende der Welt ihre Verbrechen begehen) in einen Topf werfen, und einmal kräftig umrühren, so dass selbst diejenigen Moslems, welche sich klar von z.B. Gewalt und Unterdrückung distanzieren, nicht weiter wahrgenommen werden.

    z.B. diese hier:
    http://www.youtube.com/watch?v=sAoQyuNX0ok

    Über derartige Tendenzen spricht in Antiislamischen Kreisen niemand, denn es kann ja nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf.

    Die Frage, ob sich eventuell Parallelen zum Antisemitismus zeigen, halte ich nach wie vor durchaus für berechtigt und notwendig. Sicher können Antisemiten und Antiislamisten nicht die gleichen Argumente anbringen, da es sich um unterschiedliche Religionen handelt. Antisemiten und Antiislamisten gleichen sich jedoch z.B. auch darin, dass Kritik - ob berechtigt oder nicht - mit Angst, Hass und Abscheu vermischt wird, und die Ursache dann in der jeweiligen Religion selbst gesucht wird, mit der Folge der Herabwürdigung der gesamten Personengruppe mit eben dem Merkmal "Religionszugehörigkeit". Einige sprechen dem Islam sogar vorsorglich den Status einer Religion ab, um den Volksverhetzungsparagraphen zu umgehen.

    Es geht hierbei aber auch um die Tatsache, dass es Strömungen gibt, welche sich derlei Kritik zur Radikalisierung zunutze machen, und sich federführend an deren politische Spitze stellen(siehe z.B. Pro-Köln, BIA, Pro-München usw.). Das sind also die Nutznießer derartiger Kampagnen. So werden z.B. irrationale Ängste gegen Minarette oder Muhezzin-Rufe(Für Moscheen, die es wohlbemerkt schon seit Jahrzehnten gibt) zunächst geschürt und anschließend aufgegriffen, und je nach radikalität werden diese Muhezzin-Ängste sogar mit dem Begriff "Ausländer" oder "Überfremdung" vermengt. In der Realpolitik geht es dann unter anderem auch um typisch rechtsextreme Themen.

    Der Begriff "Überfremdung" entspringt übrigens dem weit rechtsextremen Lager und sollte meiner Meinung nach im seriösen Diskurs lieber vermieden werden, da der Begriff zwingt, in bestimmten Kategorien zu denken, und auch auf rein emotionaler Ebene bestimmte Befürchtungen kreiert. Das gleiche gilt für den Begriff "Islamisierung". Beides sind Kampfbegriffe gegen das "Fremde" bzw. den Islam.

    Eine recht umfangreiche Broschüre zum Thema Rechtspopulismus gibt es z.B. hier:
    http://www.laga-nrw.de/data/expertise_rechtsp...

  16. Bild von pinetop

    Die Begriffe Antisemitismus, Islamophobie und Rassismus sind zwar eingebürgert und häufiger Bestandteil politischer Debatten, sie sind aber ungenau und deshalb manipulativ verwendbar.
    Antisemitismus ist ursprünglich eine Abneigung gegen die Völker der semitischen Sprachfamilie. Für das was Antisemitismus heute allgemein bedeutet, wäre der Begriff Judophobie treffender, zeigt doch der Begriff "Phobie" eine krankhafte und nicht rational erklärbare Abneigung. Der Begriff Islamophobie läßt die manipulative Wirkung deutlich werden. Sicherlich gibt es Menschen, die den Islam aus einem Gefühl heraus ablehnen und sich irrational feindlich verhalten. Gleichzeitig gibt es kritisch-rationale Intellektuelle, die den Islam von einer westlich-liberalen Position kritisieren. Wenn diese Kritiker als islamophob beschimpft werden, beruht dies auf gedanklicher Faulheit oder mit böser Absicht. Warum werden Kritiker der Neonazis nicht nazophob genannt? Sie dürfen nicht geschmäht werden, da sie für die richtige Sache eintreten. Das tun sie natürlich, aber bitte: dann muss man bei Islamkrikern den gleichen Maßstab anlegen.
    Der Begriff Rassismus wird im Zusammenhang mit antiislamischen Äußerungen oft in bewußt verletzender Weise gebraucht.
    Kann man doch hiermit dem Islamkritiker eine nationalistische Neigung anheften.

    Leider mussten wir einen Teil dieses Beitrags löschen, da er nicht unseren Diskussionsregeln entsprach. http://www.netz-gegen-nazis.de/seite/unsere-...
    Bitte bleiben Sie zudem beim Thema. Vielen Dank, Moderator_JK

  17. Bild von _Ich_

    @ pinetop: Woher nimmst du dein Wissen über den Islam? wo steht geschrieben, dass Polytheiste usw. umgebracht werden müssen?

    Natürlich kann man im Bezug auf den Islam den amerikanischen Politologen Huntington zitieren. Laut ihm seien Demokratie und Islam unvereinbar, weil Muslime eine Trennung von Religion und Politik nicht akzeptieren könnten. Außerdem seien Muslime nicht in der Lage, anderen Religionen Toleranz entgegen zu bringen. Von solchen Leuten wie Huntington wird das Feindbild Islam in der westlichen Welt geprägt. Ihm und seinen Weggefährten haben wir eine in der Öffentlichkeit stehende Denuziation von Muslimen zu verdanken.
    Damit vertreten diese Wissenschaftler jedoch genau den gleichen Standpunkt wie diejenigen, die sich selbst als die Feinde des Westens bezeichnen: die Islamisten!
    Auch diese glauben das Bild des Islam definieren zu können. Und genau diese Islmisten haben es geschafft, dass wir in Europa nur deren extremistische Weltanschauung mit Moslems in Verbindung bringen.
    Die Realität sieht anders aus. Auch die Meisten Moslems haben sich eine sekuläre Weltanschauung angeeinet. Sonst müssten sie längst in das Dar al-Islam (Haus des Islam) zurückkehren. Denn ihr Glaube würde ihnen gebieten nur in einem Staat mit der Mehrheit des Islam leben zu dürfen. 70% der Türken (Moslems) fühlen sich aber in Deutschland zu hause (Umfrage des Zentrums für Türkenstudien in Essen).
    Unser oft feindliche Meinung gegenüber den Moslems ist wahrscheinlich auch darauf zurückzuführen, dass es im Islam nicht wie bei uns Kirchenoberhäupter gibt, die ein allgemein gültiges Gottesbild schaffen. Jeder Moslem kann sich selbst als einen Kalifen (soweit Sunnit) bezeichnen und dann seine Thesen zum Glauben verbreiten. Das kann jeder Christ auch tun, aber er kann sich keinen Titel (wie Bischof) geben und wird deshalb wahrscheinlich in der Bevölkerung eher ausgelacht. Meist machen jedoch religiöse Extremisten davon gebrauch sich mit Titeln am Koranunterricht zu versuchen. Dieser Populismus wird bei uns dann stärker wahrgenommen als die säkuläre Haltung des Türkischen Staates zum Beispiel. Gepaart mit der Angst vor fremden Kulturen entsteht dann schnell eine "Islamphobie".

  18. Bild von Anti-Extremist

    @DerAndere

    Zunächst einmal eine Formulierung, die ich so nicht stehen lassen kann:
    "Anti-Extremist, die Unterscheidung zwischen Islam und Islamismus ist aber von entscheidender Bedeutung! Schließlich wird dadurch zwischen "Normal-Gläubigen" und Fundamentalisten differenziert. Wenn man jetzt aber einwendet, das sei das Gleiche, dann gibt man sich dadurch als anti-islamisch Denkender zu erkennen."
    Ich habe geschrieben:
    "Und hier nun Islam und islamistisch zu trennen..., trennt Ihr auch alle national, nationalistisch, nationalsozialistisch? Es ist schon richtig, Unterschiede gibt es. Aber solange die einzelnen von uns hier unterschiedenen Gruppen sich nicht deutlich erkennbar (und überprüfbar!) untereinander und voneinander distanzieren und abgrenzen, kann, will und werde ich das ebenso wenig tun.
    Aus meiner Aussage geht hervor, dass ich die Existenz von Gruppen sehr wohl anerkenne, aber auch meine fehlende Bereitschaft, solche Distanzierungen vorzunehmen, solange diese Gruppen das nicht auch selbst tun - und das geschieht nun einmal nicht, wie wir alle wissen. Wohl gibt es vereinzelt Stimmen auch unter den Muslimen, die sich von den Extremisten in ihren Reihen distanzieren. Aber diese Stimmen sind keinesfalls repräsentativ für alle Muslime, was ich aber erwarte! Was kann ich von einer Religion halten, die sich von solchen Auswüchsen nicht zu distanzieren bereit ist???
    Auch schreibst Du:"
    Schließlich schreibt man dann ALLEN Muslimen das zu, wofür lediglich EINIGE stehen, nämlich Terrorismus, Frauenverachtung, etc."
    'Man' vielleicht schon, aber nicht ich, ansonsten ist das eine glatte Falsch-Aussage. Ich behaupte ganz klar, dass es treibende Kräfte gibt, getriebene, Mitläufer und Gegner. Aber mir fehlt die interne und eigene Distanzierung und Abgrenzung, die klar zu verstehen gäbe: Dafür steht der Islam nicht. Warum geschieht diese Distanzierung nicht???
    Und was an Moslems schlimmes ist? Habe ich denn von etwas schlimmem dieser Menschen gesprochen? Dennoch bleibt mein Vorwurf (den ich aber - um das auch einmal ganz klar herauszustellen - nicht den Musimen als einzige Gruppe und nur hier machen will): Sie grenzen sich nicht von den negativen Individuen (denen, die Du als Islamisten bezeichnest) ab, die ihre Hauptmotivation bekanntermaßen ausschließlich im Islam sehen (und das ist doch schon bemerkenswert genug - und das umso mehr, als die offiziellen Vertreter dieser Religion nicht wirklich Stellung dazu beziehen). Wie also unter diesen Umständen ein Außenstehender eine Trennlinie ziehen will und soll ist mir rätselhaft. Auch den Chaoten, die inzwischen Medien-bekannt wurden durch gewisse Aktionen wurde mehr als deutlich bescheinigt, sie seien vor ihren Wahnsinns-Taten durchweg unauffällige Mitbürger gewesen. Mit ihrem passiven Verhalten, das die gesamten Muslime an den Tag legen, schützen sie indirekt die Extremisten unter ihnen, das ist doch offensichtlich. Und ob nun absichtlich oder nicht, das spielt angesichts von Resultaten wie zahlreichen Bombenanschlägen und der auch von mir als dubios angesehene (aber vorgefallene) 11. September doch nicht einmal die dritte Geige. Warum Menschen tot sind ist doch nicht relevant, wenn man bedenkt, dass sie nicht hätten sterben müssen, wären sich ihre Mörder ihrer Taten aufgrund ihrer Anonymität nicht so sicher gewesen!
    Jeder Mensch trägt aufgrund seiner Existenz eine Verantwortung. Und Wissen schafft bekanntermaßen zusätzliche Verantwortung. Damit bekomme ich am laufenden Band Beweise geliefert, dass sich die Muslime aus dieser Verantwortung herausstehlen wollen - was ich ja wohl kaum als ein positives Zeichen werten kann, oder?
    Nach unserm Gesetz, um einmal etwas auszusprechen was jeder eigentlich kennen sollte, wird nicht nur ein Verbrecher bestraft, sondern auch die Leute, die den Verbrecher kennen und um seine Verbrechen wissen, aber ihr Wissen verschweigen. Und das gilt für die Muslime nicht, oder wie? Keiner kann mir erzählen, dass diese Extremisten sooo isoliert sind und niiiemand etwas weiß. Ansonsten müsst Ihr auch akzeptieren, dass man Gleiches von den Nationalsozialisten behaupten kann - keiiiner kennt sie... sehr witzig!!!
    Also bitte, einmal ein Sammelruf an alle: Augen- und Scheuklappen abnehmen und alle Seiten ansehen, auch und gerade dann, wenn sie nicht in das vermeintlich schöne Bild hineinpassen, das man sich - warum auch immer (Träumen...?) - irgendwann gebastelt hat.

  19. Bild von _Ich_

    @ Anti-Extremist: Wie in meinem vorherigen Text erwähnt gibt es keine religiösen allgemein gültigen Führer bei den Moslimen. Wie sollten sich diese also von ewtas distanzieren können? Du wirst doch nicht etwa erwarten, dass 800 Millionen Menschen sich in einem Aufruf an die westliche Welt jeder einzeln sich vom islamistischen Terror distanziert!
    Natürlich hat kein anderer Moslem die Terroristen verpetzen können. Auch die islamistischen Terrororganisationen werden nicht in der Welt herumposaunen, dass sie einen Anschlag machen wollen. Die anderen Muslime haben davon genauso wenig gewusst wie in den 70ger und 80ger Jahren die Deutsche Bevölkerung von den Plänen der RAF oder die Englische und auch irische Bevölkerung von den Plänen der IRA bis in die 90ger(und kein Mensch käme auf die Idee alle Iren als Terroristen zu sehen). Man könnte hier noch mehr Beispiele aufzählen.
    Es ist immer problematisch von den Moslemen zu reden und Islamisten zu meinen. Ich hoffe, dass die Weltbevölkerung nicht von den Deutschen spricht und Neonazis meint. Gerade durch diese "Verallgemeinerung" kommt doch die Islamophobie!

  20. Bild von pinetop

    # NichtDieMama
    Sie unterscheiden zwischen Islam und Islamismus. Ich fürchte, dass Sie damit einer Illusion erlegen sind. Das, was Sie mit Islamismus verbinden ist der Kern der islamischen Lehre. Islamisten sind Menschen, die ihre Religion ernst nehmen. (...) Zu den in westlichen Ländern lebenden Moslems muss noch gesagt sein, dass das Akzeptieren der nichtislamischen Gesetze ein von Koran gefordertes Gebot der politischen Zweckmäßigkeit ist.

    # Ich...
    Sie glauben mit dem Hinweis auf Huntington entlarvende Effekte erzielen zu können. Ich bevorzuge doch mehr Karl Popper, Hannah Arendt, Ralf Dahrendorf oder Hans Albert. Sie fragen nach der Quelle meiner Aussagen. Es ist nicht besonders hilfreich, hier auf Sekundärliteratur zuzugreifen. Die beste Quelle ist der Koran, wo Sie nach einiger Zeit des Suchens die entsprechenden Stellen finden werden. Sie werden auch darauf stossen, dass EhebrecherInnen und Homosexuelle mit dem Tod zu bestrafen sind. Eine Praxis , die z. B. im heutigen iranischen Strafrecht genau geregelt ist. Bei Zweifeln informieren Sie sich bei der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte. Hier folgt die Praxis der Theorie oder der "heiligen" Schrift.
    Vielleicht setzen Sie zur Verwirklichung eines demokratiekomptiblen Islam auf eine Hermeneutik, ähnlich wie Bultmann, der dieses Verfahren für die evangelische Theologie genutzt hat. Diese Möglichkeit will ich nicht vollständig ausschließen, ich befürchte aber, dass bereits eine historisch relativierende Interpretation des Korans von der Mehrheit der Moslems als todeswürdige Apostasie gewertet wird. Die Aussagen, die einem arabischen warlord von einem Engel offenbart wurden, sind Gotteswort und unveränderbar.
    Für weitere Informationen :
    www.Kritische-Islamkonferenz.de
    welche von der Giordano Bruno Gesellschaft mitveranstaltet wird

    Hallo, wir haben einen Teil Ihres Beitrages gelöscht. Wir sind hier an einer sachlichen Diskussion interessiert. Moderator_JW

  21. Bild von Moderator_JW

    Wir möchten die User hier noch einmal darum bitten, auf das eigentliche Thema zurückzukommen. Off-Topic-Beiträge werde wir in Zukunft leider löschen müssen. Moderator_JW

  22. Bild von _Ich_

    Es ist keine Illusion zwischen Islam und Islamismus zu unterscheiden! Würde man bei anderen Völkern zum Beispiel bei den Juden diese Unterscheidung zwischen streng orthodoxen und anderen Juden auch nicht machen, so dürfte der Staat Israel gar nicht existieren, da er nur von Gott erschaffen werden dürfte. Aber säkulere Juden trennen hier Glauben und Religion. Und genau so machen es auch viel Moslime.

    Mit der kritischen Islamkonferenz brauchen wir gar nicht anzufangen. Hier gibt es so viele Kritikpunkte.Nicht nur vom Block "Freunde des Islam"!
    Es ist auch falsch auf den Koran zu verweisen, denn dieser widerspricht sich in manchen Suren selbst (siehe auch Scharia).
    Ein Beispiel für die freie Meinung im Islam sind die feministen in Marokko die Tonbänder verteilt haben und auch anhand des Korans in diesen belegen das Frauen den Männern gleichgestellt sind.
    Man sollte auch mal die islamischen Staaten betrachten. Selten gibt es da den Gottesstaat...

    Noch ein Grund für die Islamphobie könnte unsere Demographische Entwicklung sein. Farnk Schirmacher (FAZ) schreibt im Spiegel 10/2206 darüber. Islamische Länder stehen vor einem Geburtenboom, genauso wie die bei uns lebenden Mosleme. Dadurch springen sie in die Lücke die unsere Demographische Entwicklung hinterlässt. Zukunftsprognosen die sich manche Leute bilden sehen dann in Deutschland einen arabischen Staat entstehen...

  23. Bild von Kampf Kraft

    Hallo,

    Islamismus ist Gleichbedeutend mit Extremismus.
    Im Namen des Islam werden Leute geköpft.
    Und es ist keine Phobie sondern eine reale Abneigung gegen diese Religion.

    Gruss

  24. Bild von Anti-Extremist

    Knallhart und zum Thema: Ich verstehe, dass Dir meine Antwort nicht so ganz zusagt, aber sie ist (mein erster Beitrag hier!) lediglich eine Antwort auf die im Thema gestellte Frage. Ich will noch ergänzen: Es ist schon ein Bestreben zu erkennen, den Islam zu 'verfolgen', welches über die übliche Fremden- und Anders-Artigkeits-Hetze hinausgeht (da traurigerweise auch staatlicher Natur). Eine Frage sollte aber, ob nun off-topic oder nicht, trotzdem gestellt werden, da hiermit sehr direkt in Verbindung stehend: Kann ich es verantworten, gegenüber einer Religion eine rosarote Brille aufzusetzen, die in der bekannt-berüchtigten Weise nicht nur auf sich aufmerksam gemacht hat, sondern noch immer durch viele anti-demokratischen Tendenzen/Aussagen/Initiative/Aktionen (vieles eben, zu vieles) teils sehr negativ auffällt? Mit dem Versuch, der Islam-Feindlichkeits-Diskussion ein Arme-Opfer-Mäntelchen anzuziehen kann man auch interpretieren, dass ein Verständnis geschaffen werden soll für diese 'humane' Religion und ihre 'gesellschaftlich reinen' und 'über jeden Zweifel erhabenen' Ziele, die ja überhaupt nicht politisch motiviert sind. Der Vergleich mit dem Antisemitismus hinkt schon allein durch die islamisch (so begründen es die Täter - und denen kann ich mich nur anschließen) motivierten Taten der letzten Jahre, denen eine Entsprechung bei den Juden meines Wissens fehlt) Noch einmal: Scheu- und Augenklappen sind fehl am Platze und Pauschal-Opfer sind Moslems als religöse Gruppierung ebenso wenig wie Pauschal-Täter. Weiterhin erscheint mir der Vergleich mit dem Antisemitismus nicht nur aus Berechnung, sondern auch aus Blindheit (die aber keinesfalls durch ein Übersehen zustande kam!) kreiert, was doch sehr zu denken gibt.
    Insofern: Nein, ein neuer Anti-Semitismus liegt auf dieser Basis nicht vor, vergleicht man das Geschehene und die aktuelle Situation in aller Breite und detailliert. Im Übrigen wäre es hilfreich, die Emotionen da zu lassen, wohin sie auch gehören: Bei sich! Hier helfen sie keinem weiter und erzeugen nur unnötige Eskalationen, sorry.

    Und aus gegebenem Anlass:
    Wenn schon jemand erklären kann, wie Islam und diese Taten in Verbindung stehen, dann doch wohl die Täter selbst, oder? Und was sagen die???

  25. Bild von Anti-Extremist

    Letzterer Beitrag war an ich-O gerichtet, sorry für ein eventuelles Missverständnis.

  26. Bild von Neumann_20

    @NichtDieMama:
    Sicher gibt es zwischen der historischen Entstehung des Antisemitismus und dem aktuell doch sehr starken Antiislamismus Parallelen.

    Der Antisemitismus wurde im christlichen Mittelalter (und ich denke mal, dass Antisemitismus in Deutschland am stärksten aus dieser Quelle schöpft) durch die völlige Andersartigkeit der Juden gegenüber der christlichen Mehrheit stark begünstigt. Rassische Komponenten kamen erst im Zeitalter des Nationalismus hinzu.

    Der Antiislamismus unserer Zeit schöpft wohl auch aus der Quelle der völligen Andersartigkeit. Der Islam entstammt nicht (mittel-)europäischer Kultur und zeigt seine Andersartigkeit nicht zuletzt in anderen Schriftzeichen, in anderer Kleidung und Bräuchen, die dem durchschnittlichen Deutschen schon als sehr fremd erscheinen können.

    Wie auch der Antisemitismus in den schlechteren Zeiten unseres Landes hängt der Antiislamismus unserer Tage mit sehr diffusen Ängsten zusammen. Es existiert ein "ungutes Gefühl" bei den Menschen, und der Islam wird (fälschlicherweise) als Bedrohung für die Welt, unser Land, das eigene Leben etc. angesehen. Und dieses Gefühl geht quer durch die Gesellschaft.

    Rechtsextreme Gruppierungen versuchen nun, sich dessen zu bemächtigen und diesen diffusen Antiislamismus als Steigbügel für ihre Politik zu benutzen.
    Ich muss dir also zum Teil Recht geben, wenn du Antisemitismus (u.a. aus den 1930ern) mit aktuellen Antiislamismus vergleichst. Auch wenn es zwischen beiden natürlich auch deutliche Unterschiede gibt.
    Ob das mit "der Rechtesextremismus ist in der Mitte angekommen" gemeint ist: keine Ahnung

  27. Bild von Bogo

    @NichtdieMama
    Ich habe mir diese Seiten auch vor einiger Zeit mal unter die Lupe genommen.Die Seite von Pro NRW heuchelt nichts mit der NPD zu tun zu haben,von ihren Links aber kommt man zu Seiten,die es mir als Deutscher mit Migantenhintergrund,Angst und Bange machen.Selbst ein Jude von dem man meinen sollte das er mit sowas nichts zu tun hat,meldet sich mit einem satirisch formulierten Text,gegen den Islam.Necla Kelek,wird auf dieser Seite mit ihrem offenen Brief an die Islamisten zitiert.
    Wenn man sich mit dem Thema befasst ist es ein leichtes,im Netz Islamfeindliche Seiten zu finden.Meiner Meinung nach geht es nicht mehr um die Juden,das Ziel ist es dieses Mal,den Islam zu entfernen.Selbst unsere Kanzlerin wird dort wie folgt,zitiert.
    In einer Rede vom 20. November 2004 äußerte sich Angela Merkel mit den Worten "Die multikulturelle Gesellschaft ist gescheitert" zur innenpolitischen Lage Deutschlands im Hinblick auf die Integrationsproblematik der muslimischen (vorwiegend türkischen) Bevölkerung. Dabei brachte Angela Merkel erneut den Begriff der deutschen Leitkultur in die Diskussion und kritisierte vor allem die mangelnde Integrationsfähigkeit der Muslime.Quelle FAZ
    Wenn also die CDU nicht davor zurückschreckt so einen Satz zu formulieren,warum sollte es dann die Rechtsextreme Szene tun?Es ist so wie sie vermuten,es hat sich ein neues Feindbild entwickelt,der Islam.

  28. Bild von Friedrich Herberg

    @ Bogo

    Was ist denn an den Texten von Necla Kelek verwerflich. Sie ist als gebürtige Muslimin eine gute Kennerin des Islam und zeigt Probleme gnadenlos auf.

    Bitte bleiben Sie beim Thema. Es geht hier nicht um eine Bewertung des Islam, sondern um die Frage ob Islamophobie den neuen Antisemitismus in Europa darstellt. Ihr Beitrag wurde daher editiert. Vielen Dank //
    Moderator_VR

  29. Bild von Bogo

    @Friedrich Herberg
    Es beschämt uns, dass Gewalt gegen Frauen ein islamisches Problem ist; es beschämt uns, dass Gewalt gegen Kinder ein islamisches Problem ist; es beschämt uns, dass Gewalt gegen Andersgläubige ein islamisches Problem ist. Und es beschämt uns, dass dies von den Islamverbänden geleugnet wird.Quelle,Offener Brief der Fr.Necla Kelek an Islamisten.

    Diese Dinge sind kein Problem des Islam, sie passieren nicht nur im Islam, sie passieren da, wo der Mensch aufhört zu denken und die Religion oder den Alkohol Oder die Gesellschaft für sein Tun verantwortlich macht.Sie passieren in dieser Gesellschaft und nicht nur im Islam. Sie passieren bei meinem betrunkenen deutschen Nachbarn, sie passieren im Pfarramt nebenan wo der Pastor seine Schützlinge vergewaltigt,sie passieren im Nahen Osten, wo Andersgläubige getötet werden.Sie passieren im Namen der jeweiligen Religion und ihrer Auslegung.Das ist für mich das verwerfliche an ihren Aussagen,es kann nicht am Islam festgelegt werden,sondern am Einzelnen und seinem Tun.

  30. Bild von mina08

    Mir als Atheistin ist es egal, was irgendwo in irgendwelchen uralten Schriften steht. Eigentlich! Aber wenn mir Muslime in Diskussionen dauernd verklickern, dass der Koran die wörtliche Offenbarung Allahs sei, also keine historische Exegese stattfindet und ich - das im Hinterkopf - den Koran lese, wird mir als Frau und zudem noch Atheistin Angst und Bange!

    Und ich unterstelle jedem, der Islamkritiker in einen Topf mit dumpfen Antisemiten wirft, dass er sich noch nie ernsthaft einer Diskussion mit gläubigen Muslimen gestellt hat und auch den Koran nie gelesen hat. Geht in Muslim-Foren und versucht zu diskutieren!! So viel Eigeninitiative und Willen zur eigenen Meinungsbildung erwarte ich von Menschen, die Islamkritiker unterschwellig mit Nazis gleichsetzen wollen.

  31. Bild von Bogo

    mina08
    Ich nehme mal an das ich gemeint bin,wenn sie von Angst und Bange reden.Mir können sie so etwas schwerlich unterstellen,denn ich lebe mit einem Moslem, seiner Familie, seinem Freundeskreis und seinem Koran zusammen.Den ich auch gelesen habe!
    Wenn ich aber die Bibel lese und die Taten die im Namen Ihrer verübt wurden, sehe ich keinen Unterschied.Warum sie Atheistin sind, weiß ich nicht,aber ich weiß warum ich es bin.Keine der Religionen hat etwas gutes bewirken können sondern nur schlechtes und selbst da, wo sie nicht hingehört, in einene Laizistischen Staat, richtet sie noch Schaden an. Aber,wenn jemand glauben möchte und es im Sinne des Guten tut, dann haben meine Vorurteile an seiner Religion "eigentlich" keinen Platz, denn sie sind der Schlüssel der die Türen öffnet für Rassismus. Soll heißen, es ist nicht die Religion die das Schlechte bewirkt,es ist der Mensch.

  32. Bild von FriedrichII

    @Bogo

    Wenn Sie schon Necla Kelek zitieren dann geben Sie bitte auch die richtige Quelle an. Diese Textstelle entstammt aus einem Artikel in der FAZ v. 14.03.2008 zur Islamkonferenz. http://www.faz.net/s/RubCF3AEB154CE64960822FA...

    Hier weitere Auszüge:

    "Lieber Herr Alboga, lieber Herr Köhler, lieber Herr Kizilkaya und lieber Herr Yilmaz vom "Koordinierungsrat der Muslime", Ihre beständigen Angriffe auf uns, die säkularen Muslime, Ihre andauernde Negation unseres Muslimseins, Ihre unsägliche Taktiererei, Ihr auf nichts gründender Hochmut haben uns gezeigt, dass mit Ihnen kein Staat zu machen ist. Jedenfalls keiner, der unseren Vorstellungen von Demokratie und Säkularität entspricht. Wir haben Ihnen und Ihren Verbänden viel zu lange die Deutungshoheit überlassen, was muslimisches Leben in Deutschland ist.

    (...)

    Danach kommt der von Ihnen kopierte Absatz.

    Später im Text:

    Innerhalb von achtzehn Monaten haben die Vertreter des religiösen Koordinierungsrates nur einen einzigen Satz (!) aus eigener Feder beigesteuert, dafür aber, sprichwörtlich in letzter Minute, Änderungen verlangt, die juristisch zwar unbedenklich sind, aber uns deutlich vor Augen führen: Sie wollen oder können nicht verstehenn, worum es geht. Durch die europäische Geschichte der Aufklärung ist ein Wertekanon entstanden, der sich auch, aber eben nicht nur in der Verfassung spiegelt.

    (...)

    "..Warum sagen uns die Islamverbände nicht einfach, was wir schon immer wussten: Sie lehnen letztlich die Werteordnung Deutschlands ab. Dieser endlose Streit über Selbstverständliches hat auch sein Gutes. Wir wollen weitermachen, und wir können uns nicht von den Ewiggestrigen aufhalten lassen..."

    Wenn Sie diese Frau in die Reihe von Rechten stellen, nun ja... denken Sie sich meine Meinung.

    Lieber FriedrichII, wir haben Ihren Beitrag gekürzt und den Link zum Text eingefügt. so kann jeder den Text bei der Faz nachlesen und hier bleiben sowohl Lesbarkeit und Urheberrecht gewahrt. Vielen Dank. // Moderator_NE

  33. Bild von Bogo

    Sie sollten sich meinen obigen Text doch mal in Ruhe durchlesen!Ich sagte das er auf der Sete von Pro NRW kursiert und wenn er solchen Menschen in die Hände spielt, können sie denken, was sie wollen!Für mich heißt es das man nicht unbedacht solche Dinge in den Raum werfen sollte, denn der größte Teil der Menschen, die den Islam praktizieren, haben nichts mit der Sharia zu schaffen!

  34. Bild von bunyip

    Nach ICD-10 ist eine Phobie eine UNBEGRÜNDETE Angst vor etwas...

    Bei der Lektüre des Quran und vieler aktueller meldungen aus aller Welt frage ich mich doch, ob nicht schon der Terminus falsch ist?

  35. Bild von FriedrichII

    @Bogo

    Sie machen da einen schweren gedanklichen Fehler.

    Wenn Sie jegliche berechtigte Kritik ausschließen, nur weil diese auch von anderen verwendet werden könnte, geben Sie den anderen eine mächtige Waffe in die Hand.

    Stellen Sie sich einmal vor, in einem Landtag mit einer NPD-Fraktion würde diese ein Gesetzesvorhaben der SPD oder der Grünen vor Einbringung in Erfahrung bringen.
    Nach Ihrer Logik bräuchte die NPD dann nur dieses Gesetzesvorhaben vorher einzubringen oder diesem ausdrücklich zuzustimmen - und damit wäre es für die SPD oder die Grünen sakrosant. Was wäre denn das für eine Politik?

    Hinsichtlich der Scharia machen Sie einen weiteren Fehler.
    Denn diese ist zentraler Bestandteil des Islam.

    Davon abzuweichen ist NUR dort erlaubt, wo dies NOCH nicht möglich ist.

    Das ist gängige Lehre im Islam, beruht auf dem Koran, Hadithen und Fatwas.
    In diesem Sinne haben sich islamische Länder auch auf eine eigene Menschenrechtserklärung geeinigt, die unter dem Vorbehalt der Scharia steht. (Kairoer Erklärung)
    Sie wissen, daß die Menschenrechtserklärung der UN mit ihrem Individualrechtsansatz nicht mit dem Islam zu vereinbaren ist.

    Sehen Sie sich mal einen weiteren Artikel von Kelek in der FAZ an:

    http://www.faz.net/s/Rub4521147CD87A4D9390DA8...

    Dazu dann noch einen Artikel von Arzu Toker:

    http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=11227

    und dann, zum Dialog, noch einen Artikel von Bassam Tibi:

    http://homepages.compuserve.de/HeppyE/texte/0...

    Wollen Sie die alle jetzt ins rechte Lager schicken?

    Man kann/muß gegen rechts sein - ohne Zweifel. Dazu braucht man sich nur die Geschichte Deutschlands anzusehen.
    Aber man darf dabei nicht andere Mißstände negieren, nur weil sie eben auch von Rechten aufgegriffen werden.

    Ich kann mich noch sehr gut an die 60/70 Jahre erinnern. Den damaligen Aufstand der Jugend. Wie viele mahnende Stimmen gab es damals, auf die Jugendlichen zuzugehen, um ein Abgleiten in extremistische Kreise zu verhindern.
    Richtig war das.

    Aber man sollte sich heute einmal überlegen, ob man nicht dasselbe auch auf die heutige Jugend anwendet, um sie vor Rattenfängern zu bewahren, anstatt sie sofort in deren Reihen einzugliedern.

    Nur geht das nicht, wenn man tatsächliche Mißstände in der Migration ständig verleugnet.
    Es hilft niemandem. Weder den Migranten noch gefährdeten deutschen Jugendlichen.

    Man muß die Ursachen frei von jedem falschen Idealismus erforschen und benennen. Nur dann ist Abhilfe möglich.

    Dazu einen weiteren Link zum Artikel eines kanadischen Journalisten, eigentlich bezogen auf Holland, jedoch auch für Deutschland gültig:

    http://hpd.de/node/4637

    Hier insbesondere folgende Passagen:

    "..Aber es gibt noch einen anderen Grund, warum wir annehmen, dass Gemeinschaften von Einwanderern gegen Engstirnigkeit und Hass immun sind: Radikaler Multikulturalismus. Das ist nicht der Multikulturalismus, der einfach menschliche Vielfalt würdigt. Es ist vielmehr der Multikulturalismus, der darauf besteht, dass alle Kulturen wunderbar, erhaben und gleich sind, dass alle Traditionen gepflegt und akzeptiert werden müssen und dass alle Kulturen Seite an Seite in süßer Harmonie leben können. In dieser Disneyland-Ideologie besteht die schlimmste Sünde, das eine, unentschuldbare Verbrechen, darin, eine andere Kultur zu kritisieren (von westlichen Kulturen abgesehen, deren Kritik nicht nur ermutigt, sondern vorgeschrieben wird)."

    "...Aber es gibt auch einen legitimen und notwendigen Versuch zu verstehen, was mit der Einwanderung falsch gelaufen ist und wie sie sowohl für Einwanderer, als auch für im Lande Geborene funktionieren kann.

    Und indem sie das tut, schnappt das politische Zentrum den Ausländerfeinden das Thema weg und schickt die antiliberale Rechte zurück in die Wildnis. Jörg Haiders Unterstützung in Österreich ist bereits zusammengebrochen.

    Für Europäer und Nordamerika gleichermaßen gibt es daraus eine wichtige Lektion zu lernen: Gleichgültig, wie explosiv ein Thema sein mag, es ist immer gefährlicher, so zu tun, als würde es nicht existieren, als offen und ehrlich darüber zu reden. Es wäre schön, wenn man annehmen könnte, dass dies für jeden in einer Demokratie offensichtlich ist. Aber es scheint, als bräuchten wir dann und wann eine Waffe am Kopf, die uns an diesen Punkt erinnert."

    Und mit dem Thema Islamophobie bin ich einige mit dem französischen Philosophen Robert Redeker auf diese Frage, Zitat:

    Auf den Vorwurf der Islamophobie antwortet er:
    "Ich nehme das als Kompliment, wenn man davon ausgeht, dass der Begriff der Islamophobie von totalitären Ayatollahs wie Khomeini gegen ihre Gegner eingesetzt wurde."

    Redeker muß sich aufgrund einer gegen ihn ergangenen Todesfatwa verstecken !

  36. Bild von Pankraz80

    @ Friedrich... Sehr kluge Aussage, die keine Fragen mehr offen lässt!

    Zur Ausgangsfrage: "Islamophobie" (= Angst vor dem Islam, ANGST!) und den Antisemitismus der Zeit des Zweiten Weltkriegs gleichzusetzen ist gröbste Geschichtsklitterung. Vielmehr sind die Protagonisten des Islamismus als abscheuliche Wiederkehr des benannten Antisemitismus anzusehen.

    Das Problem ist, dass viele der Kriterien, die dem Rechtsextremismus attestiert werden, auch auf den Islamismus zutreffen: sich chauvinistisch über andere Völker/Religionen stellen, Exklusivität der Menschenrechte, totalitäres Denken, Diskriminierung von Andersdenkenden und Frauen. Diese Missstände sind zu offensichtlich, als dass von einer "unbegründeten" (Beitrag Nr. 34) Angst die Rede sein kann.

  37. Bild von Bogo

    @FriedrichII
    Ihr gedanklicher Fehler scheint mir nicht minder schwer.Ich empfehle Literatur von Fr.Hilal Sezgin, die üm übrigen auch für "Die Zeit" schreibt.
    Hier ein Link, der sie zu ihrem Buch "Typisch Türkisch" führen wird.

    http://www.titel-forum.de/modules.php?op=modl...

    Den Ayatholla, lasse ich auch gern da wo er ist, aber Nazis sind hier und über die, reden wir ja.
    Nichts für ungut, ich habe Fr. Kelek keinen Rassismus vorgeworfen, sondern das sie denen die wir hier verurteilen, in die Hände gespielt hat.
    Ich möchte nicht weiter auf diese Diskussion mit ihnen eingehen, denn das führt anscheinend nur zu Missverständnissen.
    Schliesslich geht es nicht darum, dass ich ihnen meine Meinung aufdränge, sondern um meine Sichtweise zu obiger Frage und die habe ich ausführlich dargelegt.
    Wenn sie drüber anders denken, haben sie die Möglichkeit es allgemein zu formulieren und es wird ihnen sicher Gehör geschenkt.

  38. Bild von Pankraz80

    "ich habe Fr. Kelek keinen Rassismus vorgeworfen, sondern das sie denen die wir hier verurteilen, in die Hände gespielt hat." - Richtig, sie spielt denen in die Hände, die Zuwanderung aus dem islamischen Kulturkreis angesichts der offensichtlich tiefgreifenden Unterschiede im Welt- und Menschenbild, die einer Integration im Wege stehen, kritisch sehen.

  39. Bild von bunyip

    Zitat von dieser Seite zum Thema "Was ist Rechtsextremismus":

    "Der Rechtsextremismus ist ein Einstellungsmuster, dessen verbindendes Kennzeichen Ungleichwertigkeitsvorstellungen darstellen. Diese äußern sich im politischen Bereich in der Affinität zu diktatorischen Regierungsformen, chauvinistischen Einstellungen und einer Verharmlosung bzw. Rechtfertigung des Nationalsozialismus. Im sozialen Bereich sind sie gekennzeichnet durch antisemitische, fremdenfeindliche und sozialdarwinistische Einstellungen."

    Wenn ich mir vor diesem Hintergrund die meisten rein "islamische" Staaten oder auch den Quran selbst betrachte kann ich mir nur die Frage stellen, ob die Eingangsfrage überhaupt ernst zu nehmen ist?

  40. Bild von FriedrichII

    @Bogo:
    Zitat:
    "Ihr gedanklicher Fehler scheint mir nicht minder schwer.Ich empfehle Literatur von Fr.Hilal Sezgin, die üm übrigen auch für "Die Zeit" schreibt"

    Es läge an Ihnen, diesen Fehler näher zu beschreiben und zu begründen. Einfach zu schreiben sie sind an einer Diskussion nicht interessiert ist etwas billig.

    Zu Hilal Sezgin:

    Sorry, ich habe mir eben nochmals einige Texte von ihr durchgelesen aber diese Frau scheint mir doch sehr einseitig zu sein.

    Nur ein Beispiel: Sie kritisiert Necla Kelek für deren Beschreibung einer Zwangsehe. Sie fragt, warum man denn diese Frau nicht aus dieser Zwangsehe herausgeholt hat.
    Das ist doch Scheinheiligkeit pur !

    Sie unterschlägt ganz einfach, daß diese Frau in Zukunft vollkommen ohne Familie dastehen würde.

    Sie müßte sich vor ihrer eigenen Familie als auch vor der Familie ihres Ehemannes verstecken.

    Dies ist für einen Menschen, der es gewohnt ist, innerhalb eines Familienverbandes zu leben, nur schwer möglich. Nur sehr starke Frauen werden das schaffen.

    Zum Ayatollah: Nun, siehe die Aussage des franz. Philosophen zur Islamophobie. Der hat ihn hier in Europa in diesem Zusammenhang eingebracht.

  41. Bild von Wolferl

    Islamophobie - ich finde, hier wird ein Begriff, der die Angst vor dem Islam ausdrückt mit dem eigentlichen Inhalt des Themas, dem Islamhass verwechselt. Vor wem oder was jemand Angst hat, ist bitte schön immer noch jedermanns eigene Sache. Und wenn man Islamophobie mit Antisemitismus gleichsetzt, dann ist das meiner Meinung nach der größe Unsinn!

    Die Angst vorm Islam entsteht durch Selbstmordattentate, islamische Intoleranz gegenüber den "Ungläubigen", vor allem in Ländern wie Saudi-Arabien, Iran oder Ägypten oder eben durch gelebte "Kultur" mit Begriffen wie Ehre, woraus dann der Ehrenmord wird. Islamophobie ist