Frage

Mein Kumpel ist ein Nazi. Wie kann ich ihn von seinem falschen Handeln überzeugen?

Bild von yyxxmariaxxyy

Mein Kumpel ist ein Nazi. Ich habe schon oft versucht mit ihm zu reden, aber er will seine Ansichten einfach nicht ändern. Was kann ich tun, um ihn vom Gegenteil zu überzeugen?

Anmerkung der Moderation:
Impulse für diese Diskussion gibt es vielleicht auch in diesen Fragen:
Freundin wählte NPD
Gegenargumente?
Brüder auf rechtem Trip

Leser-Kommentare ()

  1. Bild von meierdings

    Wenn ihr nichts verbindendes mehr habt sollt er dein Kumpel die längste Zeit gewesen sein.

    Was Sie dagegen tun können, hängt davon ab inwieweit er in der Szene bereits verstrickt ist und inwieweit er seine Ansichten denen angepasst hat.

    Auch wenn ich bekanntermaßen gegen Rechtsextreme oder Nazis bin, sollten Sie vielleicht genauer erklären woran Sie es festmachen, dass er Nazi.

  2. Bild von woistdiefreiheit

    aber er will seine Ansichten einfach nicht ändern.

    was hat er denn für ansichten, ist es für ihn nur eine weitere modeerscheinung oder weiß er worum es geht?

    Leider mussten wir einen Teil dieses Beitrags löschen, da er nicht unseren Diskussionsregeln entsprach. http://www.netz-gegen-nazis.de/seite/unsere-...
    Moderator_JK

  3. Bild von Neumann_20

    @woistdiefreiheit:
    Der Versuch, so zu tun, als ob du helfen wollen würdest, den Nazi vom Gegenteil seiner Ansichten zu überzeugen ist rührend. Es nimmt dir nur keiner, der mehr als 3 deiner anderen Beiträge gelesen hat ab.
    Wenn du zur Diskussion nur einen sehr merkwürdigen Link beizutragen hast, dann trage lieber nichts bei...

    @maria:
    Der erste von den Mods angehängte Link scheint lesenswert für dich.

  4. Bild von Denkender

    Demokratie, Menschenrechte,Behinderten,Aters und Kinderarmut und nicht Vergessen vor Ihm sind alle Menschen gleich ?!
    Wo ist der Anfang ?

  5. Bild von Moderator_SM

    Liebe Forumsteilnehmer, bitte kommen Sie doch auf die Ausgangsfrage zurück. Mit freundlichen Grüßen
    Moderator_Sm

  6. Bild von Rotkäppchen

    Man müsste demjenigen in vielen Stuationen des Alltages zeigen welche Vorteile eine Demokratie bzw. Welche Vorteile ein Austausch mit anderen Kulturen hat. In unserem Alltag stecken tausend positive Details die mit Rassismus überhaupt nicht möglich wären.( Hersteller aus anderen Ländern, Speisen, Wortgebräuche......). Man muss aber auch zugeben dass es einem die Politiker nicht leicht machen nicht ausländerfeindlich zu sein.

  7. Bild von SizeOne

    "Man muss aber auch zugeben dass es einem die Politiker nicht leicht machen nicht ausländerfeindlich zu sein."
    Wie das bitte?
    Wenn man fragen darf.

  8. Bild von meierdings

    Ich habe eine Idee, wie man dein Kumpel "umstimmen" könnte.

    Frage ihn einfach ob er es in Ordnung findet, dass Menschen wegen ihrer Herkunft in deutschen KZs vergast wurden.

    Frage ihn ob er es wirklich mit seinem Gewissen vereinbaren kann, Menschen zu unterstützen, die heute immer noch den 6 millionenfachen Mord leugnen.

    Frage ihn, ob es eine Ideologie wirklich wert ist im Namen dieser Ideologie Menschen zu verletzten oder zu beleidigen.

    Frage ihn was so toll daran ist, Ausländer zu verprügeln, warum Aussteiger aus der Szene bedroht werden und warum Rechtsradikale Parteien mit Vorbestraften als Kandidaten auftreten, wenn sie doch "die Werte" in D verteidigen wollen und gegen "Kinderschänder" die Todesstrafe fordern.

  9. Bild von Eik

    "Frage ihn einfach ob er es in Ordnung findet, dass Menschen wegen ihrer Herkunft in deutschen KZs vergast wurden."

    Das hat aber nichts mit rechts zu tuhen, oder? Diese Keule kommt ja immer wieder, hat aber eigentlich nichts mit NS und rechts zu tun, da es ja gegen die eigenen Gesetzte geschehen ist.
    Es gibt Leute, die sollte man wirklich abbringen, aber garantiert nicht mit solchen Abgedroschenen Phrasen. Die Frage ist, wie rechts ist er denn? Bedenken Sie rechts kommt aus dem Volk und ist ein Teil davon. Die nächste Frage wäre: von was überzeugen? Zu Links?

  10. Bild von meierdings

    Hallo Eik,
    die Frage lautet aber "Mein Kumpel ist ein Nazi. Wie kann ich ihn von seinem falschen Handeln überzeugen?"

    und nicht "mein Freund ist CDU Anhänger" dann hätten Sie Recht - aber dann hätte ich meine Fragen anders formuliert.

  11. Bild von Eik

    Na gut, dann halt Nazi. Aber ist er das Wirklich? Ich glaube, die wenigsten würden "die" Kriterien erfüllen und nicht alle machen das, was Sie beschrieben haben. Wenn er auch so etwas nicht macht, würde er sich bei dieser Argumentation "Veralbert" vorkommen, da er ja sein eigenes tuhen kennt.

  12. Bild von meierdings

    Ob der Kumpel nun wirklich ein Nazi ist oder nicht, ist für mich zweitrangig. Ich gehe davon aus, dass er es ist. Wenn nicht ist es auch gut, denn so haben wir mal darüber nachgedacht, was wir einem Freund oder einer Freundin sagen würden, wenn es mal sein sollte.

  13. Bild von Ismael

    "Frage ihn einfach ob er es in Ordnung findet, dass Menschen wegen ihrer Herkunft in deutschen KZs vergast wurden."

    Das hat aber nichts mit rechts zu tuhen, oder? Diese Keule kommt ja immer wieder, hat aber eigentlich nichts mit NS und rechts zu tun..
    __________________________________________________
    @eick
    Die Vergasungen haben durchaus mit NS zu tun, da sie von Nazis angeordnet und durchgeführt wurden.
    Von den heutigen Nazis und Rechten werden sie geleugnet, relativiert oder gutgeheißen. Gegebenenfalls sogar neuerlich angedroht. Auch wenns nicht im Parteiprogramm steht.

    Ob die Vergasungen mit NS-Gestzen konform waren, ist irrelevant, da Gesetze ihrerseits für Nazis irrelevant waren. Ansonsten hätte eine einzige Strafanzeige genügt, dem Morden ein Ende zu setzen.

    Das Voraugenhalten dieser Verbrechen ist keine Keule, sondern tatsächlich ein sehr wichtiges Argument. Leider aber gleichzeitig auch ein offensichtlich nutzloses, da inzwischen jedem hinlänglich bekannt.

    Ismael

  14. Bild von Marodka

    @ yyxxmariaxxyy, direkt auf die Eingangsfrage:

    Vielleicht ist folgende Reportage aus Nürtingen hilfreich. Ein Neonazi berichtet, was ihm als Neonazi gut getan hat, Beweggründe, wie mit "Kanaken" verfahren wurde, welche Rolle ein Internet-Portal spielte, wie über die Schoa und Erinnerung hierzu gedacht wurde, Wiesenfeste, das "tolle" Gefühl, mit Neonazi-Outfit durch die Menge zu laufen, ... Er wandte sich dann aber ab von der Neuonazi-Szene. Das gibt es auch. Allerdings blieben "Residualsymptome". Ein Mitschüler, Felix D., hat diese ausgezeichnete Reportage geschrieben, im Alter von 18 Jahren. Sehr lesenswert, hervorragend durchgeführt (Einzelbeispiel, "Grabe, wo Du stehst!, also vor Ort) und hervorragend geschrieben.

    Ich hoffe, dass der Link funktioniert, läge dann an meinem Browser, kann ihn aber andernfalls nachliefern:

    Der Link: http://www.nuertinger-stattzeitung.de/index.p...

    Marodka

  15. Bild von keke123

    ich denke mal du verwechselst seinen nationalismus oder patriotismus wie die ganzen linken hier mit "nazi" von daher solltest du ihn einfach in ruhe lassen, denn wenn du die freundschaft beendest nur weil er eine politische minderheit darstellt, dann bist du ja vll ein faschist :O ?

  16. Bild von Freya

    keke, du redest am Thema vorbei.
    Bitte konzentriere dich auf eine sachliche Diskussion, damit wir beim Thema bleiben.
    Verharmlosung eines bestehenden Problems ist dabei eher nicht erwünscht.

  17. Bild von Klopfer

    Kleiner Tipp
    1.: Wenn er noch dein freund ist, dann lehne seine haltung ab, mache ihm das klar und wenn er weiter macht dann lass ihn links liegen.

    2.: Er seiner seits hat das recht dazu seine gedanken zu haben! Leider.
    Überzeugen denke ich kann man nur dann wenn ihm die Luft aus geht! Also seine Frasen.

    3.: Mach deine betroffenheit ihm klar! Als freund sollte er das verstehen, sollte er es nicht tun dann lass ihn ziehen.

    Ü

  18. Bild von Erschual

    Hi!

    Solange noch ein persönlicher Zugang zu diesem Menschen besteht, würde ich ihn erst einmal nicht mit Vorwürfen angreifen. Dann macht er nämlich dicht!

    Es bringt auch wenig, ihm die 6 Millionen vergaste Juden vorzuhalten. Entweder bekommt man die Antwort "Das war übertrieben, damals," oder "6 Millionen waren noch nicht genug!" (Selbst erlebt, ich könnte Namen nennen!)

    Zunächst würde ich - wie bei einem frischen Sektenopfer - ganz offen und freundlich fragen, was ihn an der Sache so fasziniert, wie er überhaupt dazu gekommen ist. Versuchen sie ihn zu verstehen, so wie ein Arzt in der Anamnese einen Patienten auf Grund seiner Krankengeschichte zu verstehen versucht. Irgendein Defizit (Charakterschwäche, Hedonismus, Angst, persönliche Verletzungen, mangelnde Resistenz usw.) muss ja wohl vorliegen. Vielleicht ergeben sich Ansatzpunkte für eine Heilung. Diese Mühe und Menschlichkeit sollte Ihnen ihr Gegenüber Wert sein, weil es ihr Freund ist.

    Dann reden Sie (in ICH-Form!) über sich selbst, ihre Erfahrungen und Standpunkte. Je persönlicher, desto besser. Hacken sie dabei nicht auf Ihrem Kumpel oder anderen herum.

    Dann stellen Sie ihn knallhart vor die Entscheidung: "Du kannst nicht mein Freund und gleichzeitig mein Feind sein!" Das geht nicht, das wäre die Quadratur des Kreises!

    Geben Sie ihrem Kumpel genau 40 Tage Bedenkzeit. Lassen Sie ihn in dieser Zeit in Ruhe, bleiben Sie aber für ihn ansprechbar, wenn er selbst auf Sie zu kommt. Dann fordern Sie seine eindeutige Entscheidung. Entweder für die Nazis oder für Ihre gemeinsame Freundschaft. Keine halben Sachen! Das ist bestimmt auch hart für Sie selbst, aber ohne Leidensbereitschaft geht es nun mal nicht im Leben.

    Wenn er sich für die Nazis entscheidet, beenden Sie die Freundschaft. Sagen Sie ihm das: Besser ein guter Feind als ein schlechter Freund! Sagen Sie ihm aber auch, dass Sie ansprechbar für ihn sind, wenn er aussteigen will. Und das war's dann!

    Mit besten Wünschen, Erschual

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