In meiner Gegend gibt es einen Kinderspielplatz, auf dem bis vor einigen Jahren gerne Kinder und Familien gespielt haben. Seit sich jedoch junge rechtsradikale regelmäßig dort treffen herrscht auf diesem Platz ständig eine angespannte Athmosphäre. Überall findet man seitdem hässliche Schmierereien und manchmal sogar zerbrochene Bierflaschen. Abends hört man die Gruppe, die meistens aus ca. fünf, manchmal jedoch aus bis zu 40 Leuten besteht, rechte Parolen gröhlen. Eltern lassen ihre Kinder nicht mehr dort spielen und einige Anwohner sind schon weggezogen. Unseren Türkischen und Afrikanischen Nachbarn geht es hierbei denkbar am schlechtesten, dabei sind sie bestens in die Nachbarschaft integriert und leben teils schon seit über 30 Jahren in der Gegend, sie sind also nicht die Fremden.
Polizisten sagten schon, dass sie nichts tun können, da es sich um einen öffentlichen Platz handelt.
Was kann man also tun, um einen solchen Nazi-Spielplatz wieder zum Kinderspielplatz zu machen?
1.
14.05.2008
um 21:47
Zuert möchte ich sagen, dass solche Vorgänge schrecklich sind und durchaus aktuell. Der wieder aufkeimende Rechtsextremismus unter jungen Leuten geht uns alle an, wie man hier sieht.
Dass die Rechten dem öffentlichen Platz nicht verwiesen werden können ist leider nicht zu ändern, aber eine Polizeistreife könnte auf Anfrage (Unterschriftenaktion wenn nötig) Streife fahren und einschreiten. Ansonsten könnte man Anzeige gegen Unbekannt wegen Sachbeschädigung (bezogen auf die Schmierereien, wenn es verbotene Symbole oder Parolen sind, wird das auch noch berücksichtigt) , Lärmbelästigung und eventuell noch wegen der unsachgemäßen Müllentsorgung erstatten.
Wenn die Polizei dann vermehrt einschreitet, könnte dem Terror doch beizukommen sein, oder? Also das wären jetzt meine Ideen.
Am wichtigsten finde ich jedoch, alle Nachbarn zu informieren und zusammenzuhalten.
2.
14.05.2008
um 22:25
Sind die "Nazis" denn schon älter als 12 Jahre?
Wenn ja, dann könnt ihr einschreiten, denn meistens sind auf Spielplätzen Schilder aufgestellt (nur für Kinder bis 12 Jahre)
3.
14.05.2008
um 22:29
Meines Erachtens sind Spielplätze zum spielen da und nicht für Ansammelungen von Erwachsenen... Die meisten Spielplätze sind, soweit ich weiß, bis 14 Jahre zugelassen...
Noch ein Grund für die Polizei einzuschreiten.
Aktiv vorgehen könnte man, indem man sich vllt. in Gruppen verabredet zum "mit den Kindern spielen gehen" und bei Störungen die Polizei anrufen.
Mehr fällt mir nisch ein...
mfg
4.
14.05.2008
um 22:30
EDIT: vllt. hat mein Vorredner mit 12 Jahren auch Recht xD
5.
14.05.2008
um 22:51
Leider handelt es sich bei diesem Spielplatz mehr um einen Hof einer kleinen Siedlung, der mit einigen typischen Spielplatzelementen (Sandkasten usw.) ausgestattet, jedoch nicht direkt per Eingangsschild als Spielplatz ausgewiesen ist. In sofern ist es rein rechtlich gesehen ein öffentlicher Platz, wie die Polizisten verrieten.
Die Gruppierung reicht von 13Jährigen Mitläufern, die das alles "cool" finden bis hin zu ca. 25Jährigen, gefestigten Rechtsextremen, die augenscheinlich die "Führungsrolle" übernehmen.
Einen Tipp gaben mir die Polizisten dann doch noch: Sollte eine Flasche zerbrechen, kann man die Polizei rufen, die dann einen Platzverweis aussprechen darf. Wird dieser nicht befolgt, kann die Polizei die Leute "kassieren". Aber ob dies langfristig hilft, bezweifle ich stark.
6.
14.05.2008
um 23:03
Aus meiner Erfahrung heraus kann ich dir nur einen Rat geben: zieh dort weg!
Ich habe ähnliche Erfahrungen mit Hausbewohnern gemacht (keine Nazis, aber Assis).
Du siehst ja selbst, daß man dagegen nichts machen kann und man ärgert sich mit der Zeit schwarz. Das geht an die Substanz!
Die Jugendlichen hängen auf dem Platz herum, weil sie keinen anderen Ort, z.B. ein Jugendzentrum, haben. Überall wird gepart und für Jugendliche bleibt nichts übrig.
7.
14.05.2008
um 23:46
Ein Verhältnismäßig gut ausgestattetes Jugendzentrum existiert. Ein Hallenbad ist in der Nähe, für Abenteuerlustige auch ein Wald... Minigolf, usw. Alles ist zu Fuß erreichbar. Das kann es in diesem Falle nicht sein. Die Angebote sind ja da. Möglicherweise fehlt jedoch das Geld - das kann ich nicht ganz ausschließen.
Und nein, ich werde sicher nicht einfach wegziehen, schon gar nicht wegen Rechtsextremisten. Alleine schon deswegen, um meine liebgewonnenen Nachbarn nicht mit den rechtsextremen und den untätigen alleine zu lassen. Es muss doch Möglichkeiten geben, diesen jungen Menschen Alternativen zur braunen Einheitsmeinung zu eröffnen.
8.
14.05.2008
um 23:53
Es gibt natürlich Streetworker, die sich mit jugendlichen Randgruppen auskennen und die Leute ansprechen. Aber das kostet Geld.
Eine weitere Möglichkeit wäre ein Rückbau des Spielplatzes. Das hat man in der Gegend wo ich früher gewohnt habe so gemacht. Sandkasten weg, Büsche und Bäume angepflanzt und die Grünflächen eingezäunt. Aber damals hatte ich schon eine neue Wohnung in Aussicht.
Ich verstehe dich natürlich, aber oft ist der Rückzug die einzig vernünftige Entscheidung.
9.
15.05.2008
um 00:18
Was für Parolen sind das?
10.
15.05.2008
um 18:09
Wenn es sich um einen Hof einer kleinen Siedlung handelt,stellt sich die Frage, wer Eigentümer ist.
Eine private Gesellschaft könnte den Hof als Spielplatz nur für Siedlungsbewohner definieren.
Wenn es ein öffentlicher Platz der Stadt ist, könnte das sicherlich auch die Stadt tun.
Und dann würden die obigen Vorschläge mit der Altersbegrenzung greifen.
Ist nur so ne Idee.
11.
15.05.2008
um 20:36
Vielen Dank für die Hinweise. Ich werde schauen, was sich machen lässt.
@Wahr-Sager: Ws sind die üblichen Naziparolen, die sie auch auf Demonstrationen gröhlen.
12.
16.05.2008
um 01:19
Warum denn immer gleich so aggressiv? Wenn Jugendliche, die aus diesem Alter raus sind, Kinderspielplätze frequentieren heißt dies vor allem, daß sie keinen besseren Treffpunkt haben.
Gerade bei Nichtangepaßten liegt die Vermutung nahe, daß sie von den Sozialarbeitern im nächsten Jugendklub gemobt werden und sich dort nicht treffen können. Einfach mal reden - und sich auf eine erste Abwehrreaktion einstellen. Eventuell liegen ja keine guten Erfahrungen mit der "politisch korrekten" Erwachsenenwelt vor.
13.
16.05.2008
um 20:08
@Netzfinder
Schon seltsam, wie man so schnell Verständnis haben kann, aber Deiner Meinung nach, sollte die NPD ja auch in den Bundestag ( eine gute Idee, damit jeder Idiot erkennt, was für ein Haufen geistiger Müll dabei hervorkommt ).
Mit den Leuten reden und sich verprügeln lassen, da NeoNazis je bekannterweise diskussionsfreudig und pazifistsich eingestellt sind!
@NichtdieMama
Gibt es denn keine Informationen beim Ordnungsamt, woran man sich wenden kann? Oder an den Bürgermeister, vielleicht auch unter Hinzuziehung der Medien?? Es müssten doch mehrere Menschen mit Kindern stören.
Wegziehen, das wäre ein Fanal, wie damals, als tumbe NAZIS ein Asylanten-Heim in Hoyerswerda angriffen und die Bewohner evakuiert wurden. Danach folgte in Rostock - unter Beklatschung von den Bürgern - der Versuch, Asylanten herauszubrennen!
>> Es ist ein langer Weg zurück ins Paradies, also rege Dich nicht über Kleinigkeiten auf! <> by S.K.
14.
17.05.2008
um 02:59
@Netzfinder
Ich kann meinem vorredner nur zustimmen. einen solchen vorschlag finde ich absolut lächerlich. ich glaube kaum dass parolengröhlende und wände beschmierende nazis mit sich reden lassen, mal davon abgesehen dass das mobbing in den jugendclubs meiner meinung nach vollkommen gerechtfertigt wäre, wenn man eine solche stumpfsinnige meinung nach außen trägt.
Jedenfalls fand ich die vorschläge aus beitrag nummer eins sehr sehr gut. Er hat viele anhaltspunkte gegeben durch die man anzeige erstatten kann und sie somit langsam aba sicher dort vertreiben könnte.
15.
18.05.2008
um 18:32
Die Polizei kann nicht nur, sie muß auch einen Platzverweis aussprechen, wenn die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet ist. Und fast erwachsene Neonazis, die einen Kinderspielplatz besetzten nutzen den Spielplatz nichtw widmungsgemäß. Auch wenn mir klar ist, daß bei der Polizei immer mehr Stellen gestrichen werden und das Vermeiden eines Tätigwerdens nicht unbedingt mit neonazistischer Gesinnung oder Faulheit zu tun hat, würde ich mir überlegen, ob eventuell eine Dienstaufsichtsbeschwerde gegen den nichtstuenden Polizisten angebracht wäre.
16.
18.05.2008
um 19:01
Ich würde ebenfalls sagen das die Polizei einen Platzverweis aussprchen muss und kann,nur wenn eine Gruppe Neonazis auf einem Kinderspielplatz
steht was können da die Eltern tun?
Polizei anrufen ja okay aber die Kinder könnten in der Zeit wo die Polizei auf dem weg ist in die Hände von jemanden dieser Gruppe fallen.
Die Eltern könnten nichts machen gegen ein Gruppe.Deswegen bin ich der Meinung das in so einer Fall ein Polizist oder mehrere an einem Kinderspielplatz aufpassen sollte,
17.
01.06.2008
um 16:57
@nichtdiemama:
Was schreien die denn nun? "Ausländer raus" oder was?
Und was hat das mit "rechts" zu tun? Wie würde es euch gefallen, als Linke mit Linksextremen in einen Topf geworfen zu werden?