Was denkt ihr: Warum wird jemand Nazi? Welche Beweggründe hat solch ein Mensch? [...]
Wenn wir das wüssten, könnte man dagegen vorgehen.
Denn das Ziel sollte es ja sein, das wir möglichst wenige Nazis in Deutschland haben.
liebe Grüsse
Euer Jens
Lieber Jens_hansen, leider mussten wir einen Teil Ihres Beitrags löschen, da er nicht unseren Diskussionsregeln entsprach. // Moderator_BJ
14.05.2008
um 13:48
Warum ein Mensch Nazi wird ...
so einige Gründe liegen uaf der Hand...
(...)
erstens ist die Jugendliche Rebellion gegen Eltern, Schule, Staat der ewige Drang nach abgrenzung.
Die einen scheniden sich nen Iro und versuchen mit Punk Attitüden zu schocken, andere trten in die junge Union ein und wieder andere
finden Freunde die sich eher mit Rechten Ideologien anfreunden können.
dann trifft man in den Sommerferien nen ältern Freund , agen wir aus München, und dieser bringt dann die ersten Rechtsrockplatten mit .
Skredriver zB mit Wikinger auf dem cover und harter Musik und englischen Texten wo man auch eh nicht alles versteht außer das die Rechts sind. Dann Reckt man nach n paar Bier den Arm zum Hilter Gruß .
Der Anfang ist gemacht... man bekommt noch ne Stökraft und ne Endstufe oder eine Böhse Onklez Platte aus den alten Zeiten (oder den neuen) in die Hand und schon singt man grölt man und meint man setzt sich ab von Eltern ;Schulkameraden und dem Esteblishment. Um Rechte Themen geht es am Anfang gar nicht wirklich.
Klamotten , Mucke, Bier !
Vielleicht um " Türken Gangs" die einem angst mahen (wie es ja oft ist das das was Fremd ist einem Angst macht) was aber nciht mehr ist wenn man mit seinen harten Freunden unterwegs ist.
Dann gibts ne Hauerei die man mit 10 gegen 3 dann auch gewinnt und
man ist drin (besonders wenn man die Hauerei verliert ..wird der Frust der Hass noch größer).
Sicherlich kommt alles bei Jugendlichen die wenig Erfolgschancen im Leben sehen (auch wenn sie welche hätten) besser an. Wenn ich mich klein und schlecht und schwach fühle und das von Eltern und Schule auch gerne gefördert wird dann ist es erst mal doch ganz toll w enn dir jemand sagt das man super ist und das nur weil man deutsch ist, da muß man nicht mal viel für tun.
Nazi werden ist nicht schwer Nazi bkleiben aber vielelicht doch.
Bis sich dann jemand in politische strukturen einbinden läßt vergeht durchaus Zeit... und wenn man dann
nicht wirklich auf die stumpfen parolen reinfällt ist die Chance groß das man auch wieder rauskommt !
Es gibt sicherlich noch mehr Faktoren...aber das fällt mir so ein wie es sein kann das so ein Mensch wechselt zum Nazi !
Liebe(r) steveand, ein Teil Ihres Beitrags musste entfernt werden, da ihm die Sachlichkeit fehlte. //Moderator_MH
14.05.2008
um 15:00
hmhm... ich war mal nazi... ich bin mit n paar rechten kumpels ausgegangen, die recht normal waren... die waren nett, einer war halb grieche, halb deutsch, und 2 freundinnen von dennen warem italiener... aber sie hatten halt was gegen die türkeengangs, die hier jeden verpügeln... und sie waren stolz deutsche zu sein... naja kann man die nazis nennen? naja auf jedenfall wurde ich dann von voll vielen meiner freunden ausgegrenzt, beleidigt, teilweise wollten sie mich verpügeln... obwohl ich nur gesagt hab dass ich die nur kennne und selber kein nazi bin... das war aber dennen egal... naja mit der zeit wurde ich überall ausgegrenzt der wurde nich wirklich akzeptiert... ich war immer noch kein nazi... aber mit der weile sah ich diese ungerechtigkeit und wolllte dagegem was machen... gegen den (...) und bin zu den nazis gegannngen
Hallo, wir haben einen Teil Ihres Beitrages gelöscht. Wir sind hier an einer sachlichen Diskussion interessiert. Moderator_JW
14.05.2008
um 15:59
Viele junge Menschen, die in die rechte Ecke rutschen suchen meist nach Anerkennung und wollen irgendwo dazu gehören...würde ich behaupten. Die wenigsten sind wirkliche Nazis, viele wissen wohl auch nicht wirklich, was Nationalsozialismus bedeutet...was mir besonders in meiner gegend auffällt ist, dass vorallem viele, deren leben nich unbedingt gut verläuft oft sich zu den Rechten gesellen. Weil die anderen Glatzen machen ja auch alle anderen, außer sich selbst, für die eigenen Fehler verantwortlich.
14.05.2008
um 16:38
Ich glaube, bei den Meisten sind die Auslöser Frust und mangelnde Perspektiven. Sie suchen Halt in Gruppen, finden ihn bei rechten Gruppierungen, die ihnen sagen, dass es nicht ihre Schuld ist, dass sie keinen Job finden oder schlecht bezahlt werden und putschen sich dann gegenseitig hoch und suchen sich ein Feinbild/einen Schuldigen. Die wenigsten "Rechten" wissen doch über die Nazis und den Zweiten Weltkrieg Bescheid, bevor sie sich mit der Szene einlassen und selbst dann sind viele nur Mitläufer. Ich glaube nicht, dass die Mehrheit von vorneherein eine rechte Gesinnung hat und deshalb in Nazi-Gruppierungen landet.
14.05.2008
um 17:16
sorry für die fehler in meinen kommentaren, ich hab nich viel zeit und bin zu faul um des zu korrigieren^^
naja was ich sagen wollt, dass es in Deutschland einfach keine rechtskonservative Partei oder ähnliches gibt. rechts neben der mitte ist niemandsland, außer ganz am rechten Rand. da isses klar dass man irgendwann ganz nach rechts abrutscht, wenn nichts da ist, was ein auffängt...
und um das mal klarzustellen, rechtssein bedeutet nicht nazi zu sein, sondern konservativ zu sein.
rechtskonservativ ist das selbe wie linksliberal. nur auf der anderen seite.
Gäbe es eine Solche Partei (CDU zählt schon lange nicht mehr, die ist Mitte) dann würden auch nicht so viele nach ins rechtsextreme abrutschen...
und zu ner guten und ausgeglichenen demokratie gehört das auch dazu, dass ALLES vertreten wird...
14.05.2008
um 19:18
Das Problem ist ganz einfach das viele gar nicht wissen was es heisst ein Nazi zu sein. Man ist kein Nazi wenn man etwas gegen Ausländer hat.
Also viele die hier von euch als Nazis tituliert werden sind keine Nazis sondern haben nur etwas gegen Ausländer
Gruss.
Hallo Georg der Drachentöter, wir haben ein Teil Ihres Beitrags gelöscht weil er gegen die Diskussionregeln verstoßen hat. Auch für Sie gilt: Das Thema dieses Portals ist nicht Ausländergewalt und auch nicht Gewalt von Linken oder ähnliches sondern Rechtsextremismus. // Moderator_VR
14.05.2008
um 21:00
naja ich find das nazi nicht gleich nazi ist, es gibt ja die art von nazis die sich denkt *sch**** auslaender* und dann gibt es die art die die auslaender angreift. ich selbst bin au net grad ein grosser moslem fan, viele meiner freunde au net. wir haben nix gegen dne glauben oder so sondern mehr gegen das verhalten vieler moslems (viele nicht alle)
lg Amerikaner
14.05.2008
um 21:08
Viele Rechtextreme sind vor eintritt in die Szene brave Kinder in einem guten elternhuas. Die meisten haben nicht wirklich das Gefühl zu einer Gemeinschaft zu gehören und genau das ist der Punkt was sie in der rechten Szene bekommen. Unterstützung, Anerkennung und eine Art von Gefühl, dass sie Teil einer besonderen Gemeinschaft sind...
Wer den Kopf steckt in den Sand, wird am Hinterteil erkannt
14.05.2008
um 21:56
um mich mal dem allgemeinen Tenor anzuschließen:
Ich denke auch, dass die Hauptgründe Perspektivlosigkeit, persönliche Probleme oder Gruppenzwang sind, in Kombination miteinander oder mit anderen Faktoren.
Genau diese Form von Perspektivlosigkeit, persönlichen Problemen wie unsicherheit und Geldnot, die zu Unmut und Wut auf den Staat führen, nutzen doch Parteien wie die NPD und andere rechte Vereinigungen so geziehlt aus.
14.05.2008
um 22:35
Im Wesentlichen gibt es wohl drei Gründe.
Der erste Grund ist die Ablehnung verbreiteter linker Heuchelei, insbesondere im Umgang mit Patriotismus, Ausländerkriminalität und Linksextremismus. Da Jugendliche zumeist erst einmal ein sehr einfaches Weltbild haben, ziehen sie aus der Ablehnung von linkem Gedankengut die Konsequenz, sich radikal Rechts positionieren zu müssen.
Der zweite Grund ist die Freude am Tabubruch: Jugendliche brechen nun einmal gerne Gemeinschaftlich heimlich Regel. Denn dabei kommt zum Ausdruck, dass man sich gegenseitig vertrauen kann, dies nicht weiter zu tragen, und so stärkt es den Gemeinschaftsgeist. Nun gibt es in Deutschland kaum stärkere und hysterischer verteidigte Tabus, als diejenigen, welche sich gegen Rechtsextremismus richten. Und es ist daher weit verbreitet, im Suff Landser-Lieder zu hören oder NS-Parolen zu grölen. Weil aber viele Jugendliche noch kein politisches Weltbild haben, liegt es für sie dann nahe, gerade hier ins ernsthafte politische Denken einzusteigen.
Der dritte Grund ist derselbe wie bei allen politischen Ideologien: Die Selbstaufwertung. Als Rechtsradikaler ist man mit seinen Überzeugungen in der absoluten Minderheit und daher davon überzeugt, wegen diesen Überzeugungen der absoluten Mehrheit der Mitmenschen überlegen zu sein. Zudem folgt aus der radikalen Ablehnung unserer Gesellschaftsordnung, dass man allzeit einen Sündenbock für alles zu Verfügung hat.
14.05.2008
um 22:59
Ich denke zumindest bei manchen ist es eine Sehnsucht nach einer Form von "Männlichkeit" (wie auch immer definiert) und Überkompensation auf diesem Gebiet.
14.05.2008
um 23:14
Dieser Beitrag entsprach nicht unseren Diskussionsregeln und musste daher gelöscht werden.
http://www.netz-gegen-nazis.de/seite/unsere-...
Moderator_JK
14.05.2008
um 23:20
denkt mal drüber nach: zuviel Gegängel hat noch nie zum Ende irgendeinen Extremismusses geführt. Mann kann auch Nazi werden, indem einem sämtliche Antifa-Argumente einfach nur zum Halse raushängen!
15.05.2008
um 00:50
ich vermute, die nazis sind - salopp ausgedrückt - sich selbst einfach nicht genug. sie brauchen eine gruppe, ein kollektiv, ein volk, eine rasse, um sich irgendwie heimisch zu fühlen oder orientierung zu haben. um sich selbst aufzuwerten oder auch nur einen übergeordneten sinn ihres lebens zu sehen.
frag mal einen nazi, warum ihm "sein volk" so irre wichtig ist. er wird dich vermutlich mit großen augen angucken und die frage nicht verstehen - weil er sich gar nichts anderes vorstellen kann.
15.05.2008
um 11:56
nen haufen leute werden auch nazis( ich selber bin srikt dagegen), da sie das gefuehl haben, das das die richtige loesung fuer das problem auslaendergewalt sein wuerde...
15.05.2008
um 15:38
jop, ich denke das ist auch ein wichtiger grund... es gibt in deutschland einfach tabuthemen die irgendwann mal angesprochen werden müssen, wie die gewaltätige ausländer, patriotismus, etc...
Achja das argument, das nazis sich nur irgendwo zugehörig fühlen wollen, kann man nicht gelten lassen, jeder Mensch will das, wenn er zu einer gruppe gehört! das ist menschlich und bei allen so, nicht nur bei den nazis...
zum beispiel bei hippies, linken, punks... etc... das ist normal
Wie gesagt, rechstkonservativ in Deutschland ist ein niemandsland und das muss gefüllt werden mit einer partei und den leuten muss klar werden, das das kein verbrechen ist, sondern nur eine meinung.
Dann gäbe es ein "auffangnetz" Leute die sonst ins rechtsextreme rutschen...
Hallo, leider mussten wir einen Teil dieses Beitrags löschen, da er nicht unseren Diskussionsregeln entsprach. http://www.netz-gegen-nazis.de/seite/unsere-...
Moderator_JK
15.05.2008
um 16:06
@Hirnbesitzer: Werd mal konkret. Was ist rechtskonservativ? Gegen Ausländerkriminalität schimpft ja auch die CDU.
Ist es rechtskonservativ, antisemitisch eingestellt zu sein? Ist es die Ansicht, Schwarze, Weiße, Asiaten gehörten getrennt, weil sie biologisch und kulturell unterschiedlich seien? Ist die Vorstellung, es gäbe Führer und Geführte, rechtskonservativ?
Dann ist dein Rechtskonservatismus dasselbe wie Neonazismus.
Mit freundlichen Grüßen,
Christian
15.05.2008
um 16:22
Ich denke die meisten werden zu nazis weil es etliche aktionen wie diese(nett gegen nazis) gibt.
jugendliche wollen immer was "verbotenes" machen oder ihren eltern und so widersprechen.
wenn also jede zweite zeitung einen "kampf gegen rechts" macht dann wird das problem dadurch nur noch verstärkt (und vor allem wenn dann das logo des anti-rechts kampfes dem des SED parteiemblems noch schokierend ahnlich sieht;) )
15.05.2008
um 16:24
ach ja hirnbesitzer ich glaube du bist wirklich im besitzt eines gehirns du sprichst mir aus dem mund.
es gibt keine einzige rechtskonservative partei in duetschland obwohl ich glaube das circa 30-50% der bevölkerung so eingestellt sind.
15.05.2008
um 16:35
Wo steckt denn in "netz gegen nazis" "gegen rechts"?
Da es thematisch ja darum geht, warum jemand Nazi wird, warum sollte es ein Grund sein, dass es keine rechtskonservative Partei in Deutschland gibt? Was sollte die denn vertreten? Rassismus, Antisemitismus?
15.05.2008
um 16:38
Rechtskonservative unterscheiden sich von Rechtsextremen durch:
- das Bekenntnis zur Demokratie
- ergebnisoffene Diskussionen, die jedoch nicht von politischer Korrektheit und ideologischen Tabus eingeschränkt werden
- das Bekenntnis und die Liebe zum Vaterland, ohne andere Länder oder Völker abzuqualifizieren
- die freudige Bereitschaft, mit Menschen anderer Herkunft zusammenzuleben und zusammenzuwirken - unter bestimmten Bedingungen, die nicht "im Konsens festgelegt" werden, wie es die Schäuble-Konferenz vorhat, sondern die dem Wohlergehen des eigenen Landes dienen
- die Abscheu gegenüber dem Nationalsozialismus, den damit verbundenen Abermillionen von Toten und den Zielen, die der NS verfolgte - ohne jedoch darüber die hellen Seiten der deutschen Geschichte zu vergessen
- die Identifikation mit der Kulturgeschichte unseres Landes, sowohl dem Idealismus als auch der Aufklärung, sowohl der christlich-jüdisch-abendländischen Tradition als auch Reformkräfte, die zur offenen Gesellschaft der Gegenwart geführt haben
- der Verzicht auf Denken in Freund-Feind-Kategorien
- der Verzicht auf die Utopie einer herrschenden Klasse/Rasse; ja die Ablehnung allen Rassismus
Reicht das für's Erste? Ich bin noch lange nicht fertig!
15.05.2008
um 16:43
Für mich klingt das ziemlich nach Positionen der Unionsparteien. Aber belassen wir es dabei, um uns nicht zu sehr vom Thema der Frage zu entfernen.
15.05.2008
um 16:45
Von Punkt 2 und 4 sehe ich bei der Union nicht viel.
15.05.2008
um 16:45
@123qwer:
Naja nee. Damit überzeugst du mich jetzt nicht. Ich erinnere mich, dass es in Frankfurt (Oder), wo ich herkomme, direkt nach der Wende jede Menge Neonazis gab. Als es solche Aktionen wie diese hier noch nicht gab. So einfach ist es dann doch nicht. Mag sein, dass es unter den Rechtsextremisten eine Fraktion von Leuten gibt, die einen gewissen Kitzel dabei empfinden, sich gegen das alles, was als menschlich anerkannt wird, zu stellen. Mag auch sein, dass die Nazibewegung damit kokettiert, subversiv zu sein. (was übrigens bei einer derart konservativen Ausrichtung ziemlich lächerlich ist)
Aber der Normalnazi sucht Geborgenheit, Schutz vor den Fremden, ist trotzig. Das ist alles.
Mit freundlichen Grüßen,
Christian
15.05.2008
um 16:47
@Elite: Na bitte. Mit solchen Ansichten bist du kein Nazi. Aber Thema ist ja hier immernoch: Warum wird jemand Nazi?
Mit freundlichen Grüßen,
Christian
15.05.2008
um 16:51
Fragen wir mal, warum jemand Nazi ist. Da gibt es zwei ganz unterschiedliche Wege:
1. Weil er einer geworden ist.
2. Weil er als einer bezeichnet wird.
Jemand mit meinen Ansichten fällt sehr, sehr oft unter Kategorie 2, ohne mit Kategorie 1 etwas zu tun zu haben. Hinter vielen Problemen und Dissonanzen im Umfeld des Kampfes gegen Rechts steckt die beinah babylonische Sprachverwirrung, die diesen Unterschied unkenntlich werden lässt.
15.05.2008
um 16:57
Naja. Aber dieses Portal hier spricht von Rechtsextremisten. Die lassen sich recht klar abgrenzen:
-Antisemitismus
-völkisches Weltbild inkl Führer-/Geführtenvorstellung
- Rassismus, gern auch getarnt als Ethnopluralismus
Und sorry, auch wenn dein Problem eins sein mag: die Frage, warum jemand Nazi wird, kannst du im Gegenzug nicht einfach mit "Weil er einer geworden ist" abtun.
Ich will nicht ausholen, aber seit Jahren wehren sich Konservative, sich an diesem Kampf zu beteiligen. Weil sie fürchten, dass ein undemokratischer, linksliberaler Mainstream sie unterdrücken will. Mal im Ernst: Schau dir die Medienberichterstattung an. Schau, wie Muslime und Ausländer dargestellt werden. Das "linksliberale Medienkartell" ist eine Schimäre. Und langsam habe ich den Verdacht, diese wird ebenfalls aus politischen Gründen aufrechterhalten.
Also. Sei Demokrat. Hilf mit, was gegen Antisemiten und Rassisten zu tun. Die sind nämlich qua Definition niemals Demokraten.
Mit freundlichen Grüßen,
Christian
15.05.2008
um 17:02
Dieses Portal spricht von Rechtsextremisten, aber es handelt nicht so!
Ansonsten hast du natürlich Recht. Die Frage, wie Nazi-Einstellungen entstehen, ist nicht abzutun, sondern zu stellen und entsprechend zu handeln. Konservative wie ich verabscheuen Rassismus und Antisemitismus, aber sie sind weder der Grund noch der Steigbügelhalter der Nazis. Und von "Meinungskartell" spreche ich auch nicht, das ist dummes Zeug. Was ich kritisiere, ist der Wildwuchs der Bezeichnung "Nazi", die zum Synonym von "Rechts" wird und viel mehr umfasst, als dem Gehalt nach drinsteckt.
15.05.2008
um 17:12
das nazis geborgenheit und so suchen mag ja stimmen.
Aber das ist ja kein wirkliches argument jeder mensch sucht Geborgenheit auch die Leute die sich ganz doll im "Kampf gegen rechts" ääähm "engagieren".
Auch hier tut man sich zu einer Gruppe zusammen und sucht sich ein Feindbild (den nazi)
15.05.2008
um 17:26
Nein, das ist kein Argument gegen Nazis. Aber das sollte auch keins sein, ich will herleiten, warum Menschen Nazis werden. Es gibt Orte, an denen sind sie in der Mehrheit. Dort landen sie eben oft mit der trügerischen Behauptung, sie würden für soziale Wärme und Wohlstand sorgen, indem sie Menschen wieder nach Rassen sortieren.
Zu deinem letzten Satz: Ja, Nazis sind ein klares Feindbild. Find ich auch nicht schlimm. Wer den Juden unterstellt, sie würden an einer Weltverschwörung arbeiten und sie deshalb als Feindbild betrachtet, der gehört ausgegrenzt.
Sorry, aber Rassismus und Antisemitismus gehören nicht angehört, sondern bekämpft.
Mit freundlichen Grüßen,
Christian
15.05.2008
um 17:47
@christian.
da hast du (oder ist hier "Sie" üblich?) natürlich recht.
das Problem ist natürlich das der Begriff "Nazi" heute viel zu häufig benutzt wird und keine klaren Definitonen gemacht werden. Und dann wird es natürlich problematisch sich ein Feindbild aufzubauen.
15.05.2008
um 17:51
Wir können uns gern duzen. :)
Mit freundlichen Grüßen,
Christian
15.05.2008
um 18:55
@Christian
rechtskonservativ kann viele Formen annehmen, und die einzelnen formen wiedersprechen sich manchmal.
aber das was du da meinst, ist sicher nicht rechtskonservatv!
das ist rechstextrem.
ich mag das jetzt nicht näher beschreiben, weil ich nicht die zeit dazu habe. Das ist genauso wie links, die unterscheiden sich ja auch,(anarchisten, sozialisten, kommunisten, sozialdemkraten, "hippies" , umweltschützer). das alles zu erklären, würde zu lang dauern. ich suche dir mal n link raus oder so.
aber generell ist das alles rechts neben der mitte aber grenzt sich zum rechtsextremismus ab.
wenn dus noch genauer willst schreib ich dir mal
15.05.2008
um 19:17
sorry hab die kommens dannach nich gelesen...
aber nun mal zu der frage nochmal:
warum wird jemand ein nazi?
-das argument, das sie geborgenheit suchen, können wir nicht gelten lassen, da man das bei jeder gruppe sucht
-nach meiner meinung(aus erfahrung) wird man nazi, weil es keine Partei gibt, die sie vor dem Fall in den rechtsextremen Abgrund auffängt.Nach eigener erfahrung hätte man sicher 75 % damit auffangen können.
was denkst du jetzt konkret?
PS: ich denke schon man sollte mit nazis reden, nicht nur sie runterreden, sondern direkt mal fragen, was sie den genau wollen. in einem ernsten gespräch geben die meisten zu, dass sie nur dreck labern, und dass es sie eig. nur ankotze, dass niemand akzeptiert, dass sie patriotisch sind und halt was gegen kriminelle ausänder haben. Die meisten nazis die ich kannte waren heimlich so drauf, nur ein ganz ganz kleiner "hardcore"kreis glaubt wirklich an die judenverschwörung... und mit dennen kann man nicht reden, und mit dennen kommt man auch nicht zu nem ergebnis. aber mit den meisten anderen schon, und die kann man von dem trip runterholen
15.05.2008
um 20:32
Ich gehe davon aus, weil es solche Foren wie hier gibt.
Unabhängig davon:
Ich jedenfalls lasse mir meine patriotische konservative Gesinnung von nichts und niemandem nehmen. Auch nicht von Journalisten, die nur dem derzeitigen Zeitgeist hinterherhecheln und eine freie, faire und offene Diskussion von vornherein unterbinden! Mein "nationales" Denken, nur weil ich mein Vaterland liebe, ständig unter Generalverdacht zu stellen, ist ja geradezu absurd und grotesk. Linker Konformismus und linkes Empörertum werden jedenfalls nie erreichen, dass ich als freier Mensch freie Gedanken habe und diese auch artikuliere, wie gerade geschehen.
15.05.2008
um 21:05
Das Problem ist das es zwischen der politischen Mittte und der rechtsextremen keine Zwischenpartei gibt.
da herrscht eifach Leere.
es gibt cdu und fdp in der Mitte und gleich danach kommt die npd.
eine alternative wären noch die Republikaner aber die sind zur Zeit so unbedeutend das die sowieso nur so wenige wählen.
Bitte wahren Sie einen sachlichen on. Kritik senden sie bitte direkt an uns über unser Kontaktformular.Moderator_Sm
15.05.2008
um 21:47
Also jetzt mal fair bleiben: jede Gesellschaft braucht Feindbilder, die sie zusammenhalten kann. Im Westen war es der Kommunismus, im Osten der faulende und parasitäre Imperialismus, nun sinds halt die Rechten. Jede Zeit braucht so seine Vogelfreien, an der sich nach Belieben abgekämpft werden darf. Ohne Gegenwehr und Folgen natürlich...
16.05.2008
um 15:06
Ich würde bei dieser Frage gern zwischen Jugendlichen und Erwachsenen differenzieren. Ich konzentriere mich einmal auf jugendliche, da dort die größte Gefahr besteht, Nazi zu *werden*.
Bei Jugendlichen, die in das rechtsextreme Milieu hineinrutschen, ist es in vielen Fällen relativ einfach, sie werden dahingehend beeinflusst.
- Erwachsene Neonazis arbeiten daran, Jugendliche Cliquen zu etablieren, welche sich durch einheitliche Identifikationsmerkmale identifizieren, häufig auch durch eine hierarchische Struktur
Man kann als Vergleich auch die Identitätssuche in bestimmten Musikrichtungen heranziehen. So gibt es Punks, Raver, HipHopper und Metaller - Die in den jeweiligen Subkulturen etablierten Kleidungsstile sind zwar relativ individualistisch, unterscheiden sich jedoch häufig von Gruppe zu Gruppe, und das reicht, zusammen mit der Musik, für eine Abgrenzung.
Es reichen schon einfache Symbole, wie die Deutschlandfahne, das eiserne Kreuz aus, um eine Clique in eine bestimmte politische Richtung zu bringen, und damit zugleich gegenüber anderen politischen Richtungen abzugrenzen. Dem sind sich die Jugendlichen meist noch nicht in allen Konsequenzen bewusst. Eine einheitliche Kleidung kann ebenso identitätsstiftend sein, und ist für nach außen erst einmal unpolitisch.
So fühlt man sich als Jugendlicher zunächst in eine Gruppe integriert. So geschaffene, rechtsgerichtete Cliquen sind sehr leicht ideologisch zu beeinflussen.
Ich empfehle an dieser Stelle mal folgenden Text, der sich auch mit Möglichkeiten des Ausstiegs auseinandersetzt:
http://sozmag.soziologie.ch/08/studer.xml
Auch interessant:
http://www.kiel.de/Aemter_30_bis_52/54/Jugend...
"Viele Anhänger rechtsextremer Gruppen glauben, einen Schlüssel zu einem sinnvollen Leben zu besitzen. Sie verstehen sich als Auserwählte, die Deutschland retten und das deut-sche Volk stark machen wollen. Dem Anhänger der neonazistischen Szene wird vermittelt, dass mit seiner Hilfe Deutschland "zu Macht und Ruhm" kommen kann. Dies soll - ähnlich wie bei manchen Sekten - ein Elitebewusstsein wecken und damit den emotionalen und geistigen Bruch mit der früheren sozialen Umwelt (Familie, alte Freunde, Schul- und Berufs-kollegen, Öffentlichkeit) erklären und die Distanz zu ihr verstärken."
16.05.2008
um 15:32
Elitebewusstsein, gefällt mir...
Im Ernst: Es gibt in der Tat einen erheblichen Unterschied zwischen "Alt-Nazis" und Jugendlichen, die zum Rechtsextremismus neigen. Erstere sollte man, sofern sie keinen Schaden anrichten, in Ruhe lassen, da ist nix mehr zu machen. Man denke zum Vergleich an die regelmäßigen Treffen alter Stasi-Kader, deren Weltbild auch nicht mehr zu korrigieren ist.
Aber bei den Jugendlichen, und hier beziehe ich mich v.a. auf den Osten, ist noch eine Menge zu tun. Und zwar eben nicht Ausgrenzen, Verteufeln und Verhauen. Vielmehr sind Perspektiven vonnöten, sowohl bildungsbezogene, berufliche als auch wertebezogen.
Ich hole etwas aus: Nach dem Zerfall der DDR bestand die große Chance, eine Staatsidee der freiheitlichen, wirklich demokratischen Solidarität im vereinigten Deutschland zu entwickeln. Stattdessen wurden alle Freiheitssehnsüche durch die Kohl-Regierung auf die D-Mark gelenkt. Zugleich wissen wir aus der empirischen Sozialforschung, dass ehemalige DDR-Bürger eine andere Staatsidee haben, als Westdeutsche: dem Staat wird in verstärktem Maße eine Sicherungsfunktion abverlangt. Deswegen ist die Anfälligkeit für den Sozialpopulismus der PDS im Osten so enorm. Ein zweiter Punkt ist die Tatsache, dass keine Fusion zweier Länder vollzogen wurde, sondern der Osten wurde "integriert", trat ins West-System ein.
Die marktwirtschaftliche Freiheit kam nicht nur als Angebot und Chance, sondern alsbald auch als völlig ungewohnte Herausforderung auf die Menschen der ehemaligen DDR zu. Der per Sozialisation verinnerlichte Anspruch an den "Kümmererstaat" schlug im Falle fehlender beruflicher Perspektiven um in Ablehnung desselben. Die Suche nach Alternativen führt in die Extreme, vor allem zur Linkspartei, aber gerade im Falle der Jugend zu "stärkeren" Gruppierungen. Feinde erkennen und abwehren, Gemeinsamkeitsgefühle ausleben, sich abgrenzen und es den anderen zeigen - diese Bedürfnisse, die aus Frustration entstammen, bieten v.a. die NPD und die Kameradschaften. Der ideologische Hintergrund ist zweitrangig, er ist speziell bei Jugendlichen reversibel.
Was also ist zu tun? Ganz einfach: Bessere Politik machen! Den "großen Wurf" einer solidarischen Staatsidee wagen, die den Staat eben nicht nur als Zahlemeister definiert. Damit verbunden ist ein aufgeklärtes, stolzes Nationalgefühl, das sich nicht manipulieren lässt. Berufsperspektiven schaffen, Bildungsprogramme schaffen - nicht im Sinne antifaschistischer Erziehung, sondern mit dem Ziel, Selbstständigkeit im Urteil und Perspektiven im Leben zu schaffen.
16.05.2008
um 17:39
"Nazi" kann man nicht werden, man wird durch die herrschenden Strukturen dazu gemacht. "Nazi" ist in der BRD eine Worthülse, die universell gegen jeden in Stellung gebracht werden, der die bestehenden Strukturen ernsthaft hinterfragt. "Nazi" ist der Mehltau, den das herrschende System über jede intellektuelle Diskussion legt und dadurch Fortschritte bei der Bildung einer europäischen Identität und die Aufarbeitung der europäischen Geschichte verhindert. Früher waren "Nazis" das Problem - heute sind es die, die diesen Begriff in der politischen Auseinandersetzung instrumentalisieren.
16.05.2008
um 18:28
Was sind denn das für Verschwörungstheorien? Was für herrschende Strukturen? Was meinst Du mit Aufarbeitung der europäischen Geschichte?
16.05.2008
um 21:07
ich persönlich bin nationaler sozialist! Hasse aber keine Ausländer und schlage auch keine zecken, also bitte überlegt mal was ihr hier schreibt! Nationale solzialisten müssen nicht immer dumm sein oder von der Geselschaft ausgegrenzt sein, um National zu werden! Ich selber Studiere BWL und habe genug freunde! Es ist einfach ein anderer Politischer weg, als wie das bisher bestehende System!
16.05.2008
um 21:35
Was soll das denn für ein Weg sein? Was meinst Du mit anderem System? Willst Du die Demokratie abschaffen?
16.05.2008
um 21:38
nein eben nicht! aber díe bestehenden parteien sind mir einfach zu festgefahren und nicht mehr volksnah und die linke hatt gute ansetze aber ist mir zu viel von Kommunisten unterwandert!
16.05.2008
um 21:43
Aber was sollte das für ein System sein? Und wie bitte will sich nationaler Sozialismus von Neo-Nazis und Rechtsextremismus abgrenzen?
16.05.2008
um 21:50
was hat das bitte mit neo-nazis und Rechtsextremismus zu tun? Ein nationaler sozialismus muss nicht immer gleich rassisitisch oder antisemitisch sein. er kann auch im bestehenden Demokratischen system umgesetzt werden und deutschland einfach mal einen neuen ruck verpassen, den Deutschland einfach für die zukunft verdient hat.
16.05.2008
um 21:57
Ich will doch gerade wissen, wie sich dieses seltsame Konstrukt des nationalen Sozialismus unterscheidet von Pseudokonzepten rechtsradikaler Parteien wie der NPD. Und was für ein Ruck? Wo soll die Reise denn hingehen?
16.05.2008
um 22:02
der unterschied ist das ich dann nicht im geheimen doch einen nationalsozialismus aller adolf hitler will! oder irgendwelche ausländer rausschmeisen will, ganz im gegenteil, deutschland kann es nur wieder gut gehen, wenn alle an einem strang ziehen, auch mitbürger mit migrations hintergrund, die stolz sind in deutschland zu leben und hier auch eine positive zukunft wollen. so sehe ich das. Das Ziel ist einfach eine geselschaft in der es ein gutes miteinander gibt und keine 5 mio arbeitslose.
16.05.2008
um 22:10
Dann würde ich das aber nicht unter dem Label nationaler Sozialismus machen, sorry. Schließlich ist es ein Ziel, aller demokratischen Parteien, für soziale Gerechtigkeit und geringe Arbeitslosigkeit zu kämpfen.
Ich weiß jetzt allerdings, was Du meinst und meinetwegen können wir es dabei bewenden lassen, da wir ja schon ziemlich weit von der Ursprungsfrage weggekommen sind.
16.05.2008
um 22:36
@Waecher
Es ist das Ziel aller demokratischen Parteien für soziale Gerechtigkeit zu kämpfen?
Was ist soziale Gerechtigkeit? Kannst Du das mal definieren?