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Wie sage ich "Nein"?

Bild von Freya

Da sind sie wieder: Die netten Nachbarn aus der Seitenstraße. Ständig laden sie einen zu sich ein, wollen über scheinbar harmlose Themen reden.
Dann stellt sich heraus (und eigentlich weiß es eh jeder aus der Nachbarschaft), dass sie rechts sind. Sehr rechts sogar. Und dass sie einen bloß überzeugen wollen von ihren Ideen. Dann schaffen sie es sogar mit ihrer freundlichen Art, einem das ein oder andere "Wenn du meinst..." zu entlocken, das man später sehr bitter bereut.
Sie lassen einen nämlich nicht mehr los - egal, wie oft man beteuert, dass man Demokrat ist, egal, wie oft man ihnen sagt, dass Hitler nicht toll war.
Sie schenken einem etwas zur Hochzeit und zur Geburt, wollen das Kleine auch mal sehen.
Und eigentlich wollen sie nur eins: "Reden".

Wie sagt man "Nein"?

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Leser-Kommentare ()

  1. Bild von meierdings

    Nein. Ganz einfach. Nein, danke.

    Ein: "Wenn du meinst ... aber ich muss jetzt .. tschüss", geht auch.

    Oder: "Ich hab jetzt wirklich keine Lust mit dir darüber zu reden."

    Geschenke zurückgeben ist selbstverständlich.

    Einladungen ablehnen. "Ich möchte nicht kommen", ist deutlich genug.

    Also ich hätte da keine Probleme ...

  2. Bild von Freya

    Was macht man, wenn sie auch noch behaupten, man sei mit ihnen befreundet?
    Das ist nämlich sozusagen Plan B der Nachbarn.
    Und wie gesagt: Es ist schwierig genug, die Kinder von ihnen fernzuhalten - da fungiert man sozusagen als Auffangscheibe.

  3. Bild von Herzdoktor

    @Freya, Maierdings, das ist nicht leicht, mir persönlich wird es schwer fallen die Menschen abzulehnen, die mir gegenüber äußerst freundlich sind. Einziges da ich ein Jude und noch aus Russland bin, werden die Menschen mit solcher Überzeugungen mir gegenüber nicht freundlich. Obwohl, ich muss zugeben, ich habe viele Menschen die rechts aber freundlich waren in demokratischen Lager geholt. Es gibt eine bestimmte Grenze, wo es klar ist, ob diese Person noch demokratisch umgesinnt werden kann oder nicht. Für mich ist die Grenze Rassengesetze und Bücherverbrennung, wenn jemand das rechtfertigt, dann ist Schluss. Übrigens. Mir ist noch eine Ausrede aufgefallen: "Weißt du, mein bester Freund ist ein Türke, (Polle, Kroate oder…..) und ich habe eigene Meinung.

  4. Bild von meierdings

    Herzdoktor ... "Mein bester Freund ist Türke/Italiener/Grieche/XYZAusländer" ist eine der Standartantworten der Rechtsextremen wenn man ihn auf seine Ausländerfeindlichkeit anspricht.
    Dann kann es Ihnen passieren, dass der dann sagt "Ok - das ist ja prima, lassen Sie uns mal bei einer Pizza um die Ecke darüber reden"

    Selbst wenn der noch so freundlich ist und ich möchte mit dem nichts zu tun haben, lehne ich genauso freundlich ab.

    Niemand zwingt mich mit Leuten umzugehen, mit denen ich keinen Kontakt habe möchte.

    @ freya
    Wenn die das behaupten haben Sie schon länger Kontakt mit denen. Dann ist es allerdings schwierig sich plötzlich zurückzuziehen. Das muss man dann Schritt für Schritt machen. Man muss denen eindeutig klar machen, dass man keinen Kontakt mehr haben möchte.
    Sicher, die Kinder kann man nicht von denen auseinander halten, wenn die auf der Strasse oder Spielplatz Kontakt haben. Darum geht es ja auch nicht bei Ihrer Frage.
    Sie wollten wissen wie man es denen das am besten sagt.

  5. Bild von Bogo

    Hallo,
    Wenn man genug Selbstvertrauen hat, ist es keine Frage.
    Man sagt den Leuten offen in's Gesicht was man darüber denkt.
    Ich kenne aber die Situation wo man aus Rücksicht z.B. auf die eigene Familie oder auf andere Freunde, lieber den Mund hält.
    Ich habe schon mal mit jemandem heftig diskutiert und das ging wirklich nach hinten los,ich habe mich wegen dieser Sache mit einer mir nahe stehenden Person,Tagelang weiter gestritten.
    Wenn es möglich ist, halte ich mich von solchen Leuten fern und gehe sie auch nicht besuchen.Irgendwann erledigt sich das von selbst.
    Die Auffassung die meine Kinder evtl. mitkriegen würden von dem Umgang mit den Kindern solcher Leute, muss ich selbst in Gesprächen und durch Aufklärung in den Griff bekommen.
    Das ist einfach Erziehungssache, meine Kinder sind in dieser Hinsicht gut aufgeklärt und lassen sich nicht irgendwelchen Mumpitz erzählen.
    Oft ist es aber so, das die Kinder an solchen komischen Auffassungen garnicht interessiert sind, sondern einfach nur spielen wollen.

  6. Bild von Herzdoktor

    @Meierdings, wenn jemand einen besten Freund mit Migrationhintergrund hat, er ist kein Rechtsradikal und auf alle Fälle kein Rassist. Rechtsradikalismus bedeutet dass die Menschen nur Aufgrund ihrer Herkunft pauschal beurteilt werden und eine Person nur die Ableitung seiner Volksgemeinschaft ist, das ist die Grundthese des Völkischen Denkens.
    Wissen Sie einmal habe ich mit einem weißen Amerikaner unterhaltet und er sagte: "Die Schwarzen sind furchtbar", Ich fragte: "wenn meinen Sie, die Frau Rice?", er war schockiert, und natürlich nicht sie, und den Herrn Powell auch nicht, und Herrn Obama auch nicht". Letztendlich er meinte "schwarze Pöbel", ich fragte: ob die weiße besser ist? Die ist auch nicht, aber es gibt mehr schwarzen in Unterschicht als weißen. Ich habe gefragt, ob da die Rasse daran schuld ist oder der sozialer Umfeld. Endlich er sagte, dass er falsch ausgedruckt hat, und dass ich voll recht habe, aber manchmal spricht man von UNTERBEWUSTSEIN, was genau der Fall war. Aber im Grunde der Mann war kein Rassist. KKK hingegen ist der Meinung dass es keine schwarze Staatsekretärin im Prinzip geben kann. Rechtsradikalismus endet da wo beginnt die Differenzierung. Und dieser Amerikaner ist mein guter Freund.

    Lieber Herzdoktor, hier ein interessanter Link zu unserem Wissensteil, wo Sie Informationen über den von Ihnen verwendeten Begriff "Rasse" finden:
    UNESCO zum Rassebegriff. // Moderator_VR

  7. Bild von meierdings

    @ 5
    Das ist eine andere Situation, wenn Bekannte meiner Bekannten rechtsradikale Einstellungen verbreiten, zum Beispiel so im Gespräch. Dann kann es schon mal sein, dass man die Klappe hält. Je nachdem, inwieweit man seinen Bekannten den Abend verderben möchte.

    Es geht aber hier um Nachbarn und das einzige das passieren kann, ist, dass der nicht mehr mit mir redet, was ja auch Absicht meines Verhaltens war.

  8. Bild von Roberto Hooj

    und warum hörst Du Dir nicht an, was sie zu sagen haben?

  9. Bild von Freya

    Ganz einfach: Weil mich ihre Gesprächsthemen zum Kotzen bringen.

    Ich will Nazis weder zuhören, noch sie in mein Haus lassen - genau deswegen interessiert mich (und viele andere bestimmt auch), wie ich gegen diese Invasion an Heuchelei und Schleimerei effektiv vorgehen kann.

  10. Bild von meierdings

    @ 9
    Niemand sagt, dass Sie die in Ihr Haus lassen sollen. Wenn Sie nicht mit denen reden, woher wissen sie welche politischen Ansichten die vertreten?

  11. Bild von Chrizzo

    Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen.
    Deswegen brauch man auch nicht "mal darüber reden"!

    Auch wenn zum Bespiel irgendwelche rassistischen Argumentationsstrukturen innerhalb ihrer Logik, schlüssig sind (bzw. an das alltägliche/ historisch gewachsene - auch wissenschaftliche- rassistische Wissen anknüpfen, und deswegen "logisch" erscheint), heißt das noch lange nicht, dass es akzeptiert bzw. toleriert werden sollte!! Auch hoch gebildete, intelligente, Profs, Nobelpreisträger können, "politisch korrekt" verpackt und "wissenschaftlich abgesichert" rassistische und andere Rechte Argumentationsmuster re-produzieren.

    Ich meine, dass es bei der Auseinandersetzung mit Rechten Menschen, welche ihre Menschenverachtende Ideologie propagieren wollen, nicht mehr um Logik von Argumenten geht, sondern um so etwas wie Moral und Menschenrechte bzw. Würde, also eine Normative Setzung geht. Diese ist nicht "Wertfrei" oder "Neutral"; Es ist das Beziehen einer (an den Menschenrechten und er Demokratie orientierte) politische Position, die nicht mehr relativiert oder infrage gestellt werden sollte. Also nicht mehr auf Diskussionen eingehen, sondern eine moralisch-politische Linie ziehen und sich ABGRENZE !!!!!

    Rassismus, Antisemitismus und Faschismus gehören nicht zu den Themen, welche in einem demokratischen Diskurs Platz haben! Menschen welche diese Ideologien re-produzieren, befinden sich außerhalb des demokratischen Diskurses und sollten deswegen auch keine demokratische Toleranz oder Meinungsfreiheit genießen!!!

  12. Bild von meierdings

    @ 11

    Man muss aber schon wissen wogegen man ist und man muss schon die Argumente kennen, um zu wissen wie man dagegen angehen kann.

    Die Eingangsfrage des Themas finde ich seltsam. Denn wenn ich weiß, dass die Nachbarn Meinungen vertreten, die eindeutig rechtsextrem sind, dann weiß ich das aus erster Hand. Das bedeutet, irgendwann habe ich mit den Nachbarn Worte gewechselt oder ein Gespräch geführt. Da wäre der richtige Moment gewesen, eine eindeutige Ablehnung zu zeigen.
    Denn erst wenn ich mich mit einem unterhalte, und es stellt sich im Laufe des Gespräches heraus, welches Geistes Kind mein Gegenüber ist, kann ich effektiv meine Ablehnung zeigen.

    Man muss also darüber reden. Man muss immer wieder Gegenargumente und Gegenstrategien entwickeln und auch ausführen.
    ABER man muss nicht das Gespräch suchen. Denn erst wenn der Nachbar merkt, dass ich unsicher bin und nicht eindeutig Nein sage, wird er immer versuchen ins Gespräch zu kommen, indem er einen einlädt oder sonstwie versucht eine persönliche Beziehung herzustellen.
    Hat er das geschafft, eine persönliche Beziehung herzustellen, wird es immer schwerer sich abzugrenzen.
    Das scheint mir in der Ausgangsfrage der Fall zu sein. Es wurde eine persönliche Beziehung hergestellt aus der schwer herauszukommen ist. Das einzige das hilft - wenn man es wirklich will - ist dem eindeutig und klar, mit deutlichen Worten zu sagen, dass man nicht weiter Kontakt haben möchte.

    Alles andere ist halber Kram und irgendwann wird man dann umziehen müssen.

  13. Bild von Pete

    @11 Chrizzo
    "Faschismus ist keine Meinung sondern ein Verbrechen.
    Deswegen brauch man auch nicht "mal darüber reden"!

    Ich schließe mich dem ersten Teil ihres Satzes 100%ig an! Den zweiten Teil sollte man aber etwas differenzierter betrachen:
    Ich denke, man muss unterscheiden zwischen Situationen, in denen man persönlich von solchen Leuten angesprochen wird und Situationen, in denen in einer größeren Gruppe (Stammtisch, Party, Familienfest.. etc) rechtsradikale/extreme Themen angesprochen werden.
    Im ersten Fall ist es ja sehr einfach "Nein" zu sagen - es kann einen ja niemand dazu zwingen sich den Schwachsinn von irgendwelchen Schwachköpfen anzuhören!
    Im zweiten Fall wäre ein "Nein" aber fatal! Ich denke man muss in diesem Fall Stellung beziehen und den Wahnsinn als Wahnsinn entlarven - d.h. man sollte sich hier aus verschiedenen Gründen auf Diskussionen einlassen:
    1. Um mit der Gegenposition die rechte Propanganda zu entschärfen
    2. Um eventuell nur passiv abnickenden Anwesenden eine Möglichkeit zu bieten, sich der eigenen Gegenposition anzuschließen

    Rechtsradikale/extreme Propaganda wirkt ja nicht nur auf irgendwelchen "Großkundgebungungen" oder Neonazitreffen - da sind die ja sowieso unter sich und können sich von mir aus gegenseitig soviel Schlagworte um den Kopf hauen wie sie wollen - viel gefährlicher ist der "kleine Kreis" im normalen Umfeld bei dem der eigentlich unpolitische "Otto-Normalbürger" mit anwesend ist. Hier werden die Grundlagen der entsprechenden "Wahlerfolge"der NPD gelegt. Und da es naturgemäß unendlich viele solcher "kleinen Kreise" gibt, sind dies gefährliche Situationen wenn man sie nicht "entschärft".
    Wehret den Anfängen!

  14. Bild von Jan1

    Mir ist ehrlich gesagt noch kein Nachbar über den Weg gelaufen, der Hitler toll findet und mich für Neonazismus indoktrinieren möchte. Insofern scheint mir diese Diskussion aus meinem Erfahrungshorizont her doch arg konstruiert. Ich habe aber schon haufenweise Leute kennengelernt, die z.B. den Kommunismus verniedlichen. So frei nach dem Motto: 'eine gute Idee, nur schlecht ausgeführt'. Genauso wie es in den 50er Jahren noch viele Deutsche über den Nationalsozialismus gesagt haben.

    Übrigens: hier wird viel von 'Abgrenzung' gegenüber rechtsradikalen Ideen gesprochen. Ich finde das im Grundsatz sehr gut. Aber wo wird denn die Grenze gezogen? Was ist rechtsradikal und was ist einfach nur eine nationalkonservative Ansicht, die es im Rahmen eines demokratischen Spektrums sehr wohl geben kann und darf?

  15. Bild von Ole

    @ freya, in ihrer Frage reden sie unter anderen von Hochzeit und Geburt, ich gehe also davon aus, sie sind ein erwachsener Mensch. Wo liegt ihr Problem mit dem Wörtchen "Nein"? Mangelndes Selbstbewusstsein, oder mögen sie die von ihnen benannten Rechten ein wenig?

  16. Bild von meierdings

    @14
    Zu der Frage der Definition:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Rechtsextremismu...

    http://www.verfassungsschutzgegenrechtsextrem...

    Oder die Begriffe "was ist rechtsextrem" bei einer Suchmaschine eingeben.

    Wo letztendlich die Grenze gezogen wird ist individuell. Für einige sind sicher schon national-konservative Menschen Rechtsextremisten und für andere beginnt es woanders. Ich denke, dass man da aufpassen muss, wenn man jemanden vorwirft rechtsextrem oder rechtsradikal in seinen Ansichten zu sein. Da wo es eindeutig ist, ist die Sache klar, aber es ist eben nicht alles Schwarz/Weiß oder hell/dunkel.
    So unterschiedlich die Menschen sind, so sind auch deren politischen Überzeugungen (ich setze mal welche voraus) mehr oder weniger von allen möglichen Dingen beeinflusst.
    Beispiel: Wenn ich einen Flyer in meinem kasten hätte von einem Vertriebenenverband (Sudetendeutsche) zum Beispiel, würde ich sagen, dass das kein rechtsextremer Flyer ist. Wenn ich aber einen im Kasten habe (also einen Flyer ;-) ) in dem steht, dass die Grenzen von 1937 (oder einer anderen Jahreszahl) wieder hergestellt werden müssten, notfalls mit Gewalt, dann wäre das für mich eindeutig rechtsextrem und rechtsradikal.

  17. Bild von yellow

    @16
    "Wenn ich aber einen im Kasten habe (also einen Flyer ;-) ) in dem steht, dass die Grenzen von 1937 (oder einer anderen Jahreszahl) wieder hergestellt werden müssten, notfalls mit Gewalt, dann wäre das für mich eindeutig rechtsextrem und rechtsradikal."

    Also so wie die SPD in ihrn Wahlplakaten in den 50er Jahren?

  18. Bild von meierdings

    Ich schreib: "zum Beispiel". Das alleine ist natürlich nicht als Indiz zu sehen. Dazu gehört noch einiges mehr.
    Und dass die SPD NICHT rechtsextrem ist, sollte wohl klar sein.

    Haben Sie einen Link zu einem alten SPD Plakat oder ähnliches?

  19. Bild von yellow

    Ja, z.B. hier (ich hoffe, die Adressen werden richtig angezeigt):

    http://www.dhm.de/lemo/objekte/pict/JahreDesA...

    oder hier:

    [...]

    Hier noch ein Pendant von der CDU:

    http://blog.nrwspd.de/2005/03/

    und nochmal CDU, SPD und FDP:

    http://www.rechtes-regensburg.net/deutschland...

    Liebe(r) yellow,
    ein Link ihres Beitrag mussten wir leider editieren, da er als Partei-Werbung gedeutet werden kann und somit gegen unsere Diskussionsregeln verstieß. // Moderator_BJ

  20. Bild von meierdings

    Sie haben aber gesehen, dass ich geschrieben habe " ... notfalls mit Gewalt"? Da sehe ich auf den SPD Plakaten aber nichts davon.

    Also lange Rede kurzer Sinn: Um als rechtsextrem eingestuft zu werden ist also, wie das Beispiel der SPD-Plakate zeigt, individuell die Schwelle unterschiedlich. Für einige ist es die SPD der 50er Jahre - möglicherweise - und für andere, wie mich, eben die NPD.

  21. Bild von Moderator_BJ

    Liebe Diskussionsteilnehmer,
    an dieser Stelle möchte ich alle Diskussionsbeteiligten bitten, auf die Ausgangsfragestellung zurück zu kommen.

    Wie sage ich "Nein"?

  22. Bild von Marodka

    Hallo Freya,

    ich möchte Ihnen ein wenig den Rücken stärken. Man ist nicht immer schlagfertig, manchmal ist man erst einmal "belämmert" oder "erschlagen", wenn solche Argumente aus dem Munde guter Bekannter kommen.

    Es ist ja schon einmal viel wert, dass Sie sich innerlich abgegrenzt haben, dass Sie nichts einsickern haben lassen. Und nicht zugestimmt haben, (zustimmend genickt oder ähnlich).

    Marodka

  23. Bild von Marodka

    @ 6:

    Lieber Moderator VR, der Link zum Rassebegriff funtioniert bei mir (Bwowser Firefox) nicht, er führt zu "Seite nicht gefunden".

    Marodka

  24. Bild von Marodka

    Hallo Freya,

    manchmal ist es gut, wenn man etwas ganz einfach sagt, z.B. "Ich will das nicht hören" ...

    Marodka

  25. Bild von Freya

    Also erstmal Outing:
    Der Fall, den ich beschrieben habe, ist real.
    Allerdings handelt es sich um die Nachbarn meiner Schwiegermutter (bei der ich zeitweilig gewohnt habe).
    Mittlerweile habe ich den Nachbarn bereits gesagt, dass ich nichts mit ihnen zu tun haben möchte und dass ich mich von ihrer Meinung distanziere.
    Nun ist es so, dass mein Mann und mein Schwager mit dem etwa gleichaltrigen Sohn der Nachbarn befreundet sind/waren.
    Meine Schwiegermutter hat nie etwas dagegen unternehmen können - weil sie sich nicht getraut hat.
    Sie tut das aus Angst, negativ aufzufallen und denkt sich deswegen immer wieder neue Ausreden aus, um sich nicht mehr mit den Nachbarn treffen zu müssen.
    Das geht jetzt schon seit einigen Jahren gut.

    Die Frage ist jedoch: Wie sagt sie "Nein"?

    Für mich war es auch sehr schwer, mich nicht von der freundlichen Art der Nachbarn berieseln zu lassen (nach dem Motto: "Wir können ja trotzdem befreundet sein"), sie wollten nämlich gar nicht wirklich befreundet sein, sondern immer nur ihre Ideen unters Volk mischen.

    Die Frage ist also, wie ich mich von durchaus nett wirkenden Menschen distanziere und nicht, wie ich einen großen, bösen Nazi mit Hakenkreuztätowierung und Narbe im Gesicht vertreibe.

  26. Bild von Freya

    @marodka:
    Danke für deine Unterstützung! Das hat mir schon viel weitergeholfen.

    @Ole:
    Wie Sie schon sagen - ja, die verkappten Nazis wirken auf den ersten Blick sehr sympathisch. Um genau zu sein, so lange, bis sie den Mund aufmachen.
    Natürlich schüchtert es einen ein, erst bei einem Tässchen Tee und einer bereits vertilgten Packung Kleingebäck festzustellen, auf was man sich da gerade eingelassen hat.

    Überhaupt:
    Ich weiß jetzt, dass es richtig ist, die Diskussion trotzdem abzubrechen und nicht auf die "freundliche Tour" reinzufallen.
    Hoffentlich hilft das den anderen auch weiter!

  27. Bild von NochEinNickname

    @Freya
    Vielleicht muss man da mit der gleichen freundlichen Beharlichkeit "nein" sagen, wie die versuchen, ihr Zeugs verbreiten zu wollen. Ich weiß ja nicht genau, was die da immer vonsich geben wollen aber vielleicht einfach freundlich aber bestimmt das verneinen und dass man mit einer solchen geistigen Haltung nicht konform geht. Sich für Kaffee und Kuchen bedanken und "Auf Wiedersehen" sagen. Ich glaube, wenn man das eine Weile durchzieht, verlieren die auch die Lust dabei.
    Wobei ich dann nicht weiß, ob da dann ein nachbarschaftliches Schlechtreden anfängt. Frei nach dem Motto, wenn es im Guten nicht funzt, dann im Bösen...
    Aber ich denke mal, da sollte man schon - auch für sich selbst - eine Grenze ziehen und diese freundlich, nett klarmachen. Vielleicht auch Kontakt zu anderen in der Umgebung suchen, die mit den jeweiligen vermittelten Inhalten auch nicht konform gehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Olli

    ---
    Ein Idiot in Uniform ist immer noch ein Idiot! - Das Känguru

  28. Bild von SozialerMensch

    Wie man nein sagt? Naja, man sagt es eben einfach. Oder man sagt: "Guck, dahinten ist ein leeres Stück Boden, warum stellst du dich nicht einfach dahin?" Was denn sonst? (...)

    Lieber SozialerMensch, wir mussten Ihren Kommentar leider kürzen, da das Ende nicht zu einer sachlichen Diskussion beitrug. //Moderator_MH

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