Michael Schäfer (Jg. 1981) ist Vorsitzender der NPD-Nachwuchsorganisation Junge Nationaldemokraten (JN).
Die JN versteht sich als Bindeglied zwischen der NPD und den freien Kameradschaften. Auch Schäfer verkörpert diesen Anspruch, politische trat er erstmals als Mitglied der Neonazi-Kameradschaft Wernigeroder Aktionsfront in Erscheinung. Die WAF wird vom Verfassungsschutz als eindeutig gewaltbereit eingeschätzt, allein 2005 wurde neun Mal wegen Körperverletzung gegen WAF-Mitglieder ermittelt. Die WAF löste sich im Oktober desselben Jahres auf, um einem Verbot zu entgehen. Schäfer gründete anschließend den JN-Stützpunkt Wernigerode.
Seit Oktober 2007 Bundesvorsitzender der JN und damit Nachfolger von Stefan Rochow. Zuvor war er bereits JN-Landeschef in Sachsen Anhalt. Zusammen mit Tobias Anders bildet er die NPD-Fraktion im Kreistag Harz (Sachsen-Anhalt).
Zu seinen politischen Zielen erklärte er einmal: „Wir wollen diesen Staat da treffen wo es ihm wirklich wehtut, bei seiner Zukunft, bei seiner Jugend. Deshalb haben wir es uns zur Aufgabe gemacht, die deutsche Jugend zu formen und zu prägen und ihnen unsere Idee eines Befreiungsnationalismus und seiner Grundlagen einzubrennen.“
Ein Studium der Politikwissenschaften in Halle hat Schäfer als Magister abgeschlossen.