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Konflikte vertagt - der NPD-Parteitag von Bamberg


Der alte und neue Parteivorsitzende Udo Voigt. Foto: © Sascha Rheker/attenzione

Beim 32. NPD-Bundesparteitag am 24. und 25.05.2008 in Bamberg gab es wenig Überraschungen: NPD-Chef Voigt wurde erneut zum Vorsitzenden gewählt. Die internen Streitigkeiten um den Umgang mit der gewaltbereiten Parteibasis und die Finanzaffäre von Schatzmeister Kemna wurden nicht thematisiert.

Homogene Volksgemeinschaft


NPD-Mitglieder und andere Rechtsextreme wettern oft gegen den "multikulturellen Wahnsinn". Damit meinen sie alle in Deutschland lebenden Menschen, die einen Zuwanderungshintergrund haben. Die heutige Gesellschaft ist ihnen zu bunt, zu heterogen.

"Höchststrafe für die CDU-Versager"


Jürgen Gansel, NPD, wäre gern Landrat geworden - vergebens Foto: © Matthias Hiekel, dpa

Die NPD hat bei der Kommunalwahl in Sachsen 160 000 Stimmen bekommen. In zwei Kreisen lag die NPD bei der Landratswahl sogar knapp vor der SPD: Im Landkreis Lausitz mit 7,3 Prozent sowie im Kreis Sächsische Schweiz mit 7,8 Prozent. In der Gemeinde Reinhardtsdorf-Schöna stimmte jeder Vierte für die Rechtsextremen.

Was ist Rassismus?


Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist wie die Bundesrepublik: bunt. Rechtsextremisten jeder Coleur ist das ein Dorn im Auge. Sie glauben, nur wer weiße Haut und arische Vorfahren hat, könne ein "richtiger" Deutscher sein. Das ist Rassismus.


Eisernes Kreuz - Orden für Massenmord


Auch heute noch bei Neonazis Kult - das Eiserne Kreuz Foto: © Wikipedia

Der Zweite Weltkrieg und der Holocaust haben vom Mythos des Eisernen Kreuzes wenig übrig gelassen. Als Auszeichnung der Bundeswehr für Auslandseinsätze taugt es nicht.

Pahl, Gisa

Gisa Pahl (Jg. 1957) ist eine Hamburger Rechtsanwältin, die häufig Rechtsextremisten vertritt.

Rechtsextreme im "Weltnetz" – ein Überblick

Neonazis im Internet - das politische Spektrum am rechten Rand ist digital so breit gefächert wie in der Realität auch. Es reicht von den "Heimseiten" regionaler "Kameradschaften" über den Versandhandel, über die Websites der Parteien und über die Internet-Auftritte der Szene-Bands bis zu persönlichen Blogs.


"Wir können sie stoppen" hatten Kirchengemeinden, Initiativen und Gewerkschaften in Lübeck als Motto gewählt, um am 28. März 2008 gegen einen Neonazi-Aufmarsch in der Hansestadt zu mobilisieren. Am Ende fanden sich 3.000 Menschen zu Sitzblockaden, Gottesdiensten und Prozessionen gegen die 300 Rechtsextremisten ein. Hip Hop, Kirchenlieder und Punkmusik begleiteten die friedlichen Proteste. »

Von Antifa bis CSU


Bunt statt braun - Anwohner protestieren gegen das Nazi-Fest Foto: © A. Kolthoff

Innerhalb von fünf Tagen organisierte ein kleines Dorf in Franken den
Wiederstand gegen eine Veranstaltung von NPD und Neonazis. Das
Erfolgsrezept: Das ganze demokratische Spektrum hat zusammengearbeitet.